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Pflegeschüler als Lückenbüßer mißbraucht?

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Personalmangel in Bayern zeigt bereits dubiose rechtswidrige Auswirkungen: 300.000 Pflegebedürftige gibt es in Bayern, dennoch sinkt die Zahl der Pflegekräfte weiter. Diese aufgehende Schere wird zunehmend durch AltenpflegenpflegeschülerInnen rechtswidrig zu schließen versucht.

Um diesem Missstand Einhalt zu gebieten, hat jetzt das zuständige Kultusministerium alle Altenpflegeschulen und Pflegeheime in einem Brief nachdrücklich aufgefordert, auf die Rechte der
Pflegeschüler- und -schülerinnen zu achten, berichtete die "Passauer neue Presse" (29. Juli).

In dem Schreiben hat das Ministerium u.a. darauf hingewiesen, dass an Schultagen die tägliche Arbeitszeit als erbracht gilt, Schulstunden im Ausbildungsbetrieb voll anzurechnen sind und durch Schulzeiten ausfallende betriebliche Arbeitszeiten nicht nachgeholt werden müssen.

Im Klartext: Finger weg von den Schülern! Anlass für diesen Schritt waren Berichte von Pflegeschülern und –expertInnen darüber, dass es in der Praxis oftmals völlig anders aussehe als gesetzlich vorgeschrieben und dass die Pflegeschüler in vielen Pflegeheimen und -diensten als billige Ersatz-Arbeitskräfte missbraucht würden.

So kritisierte der bekannte Experte Claus Fussek gegenüber der Münchener Tageszeitung (tz, 31. Juli):
„Das ist doch ein Wahnsinn, dass ein Ministerium die Heime und Pflegeschulen um so etwas bitten muss!“

Der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Leonhard Stärk (7.000 PflegemitarbeiterInn
en in 120 Einrichtungen) bedauert: "Dieses Schreiben des Ministeriums ist ein Schlag ins Gesicht all
derer, die vernünftig mit den Schülern umgehen."

Immer häufiger ist es gängige Praxis geworden, den immer drückenderen Personalmangel durch Altenpflegeschüler abzudecken – sogar im Nachtdienst und an Wochenenden! Dies bestätigt Sabine Karg vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK): „Schüler müssen immer häufiger für Vollzeitkräfte einspringen. Das geht gar nicht.“ Zudem vergraule man so die letzten Begeisterten, die diesen wichtigen Beruf erlernen wollen. „Das muss aufhören. Da wird der Nachwuchs schlichtweg verheizt!“

alt

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. August 2014 um 19:21 Uhr  

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