Alt werden Zuhause in Hahnbach

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Demenz

kostbare_erinnerungen

Kostbare Erinnerungen – sichere Anlagen für die Zukunft

Eine schöne Muschel, eine getrocknete Rose, ein abgegriffener Teddybär, eine vergilbte Postkarte, ein altes Foto – alles keine großen Wertgegenstände, und dennoch hängen wir an ihnen. Warum sind sie für uns so kostbar? Sie erinnern uns an Ferienfreuden, an eine Begegnung voller Liebe, an unvergessliche Kinderjahre, an Vater und Mutter, an eine lebensentscheidende Stunde. Alles kostbare Erinnerungen.

Aber wir erinnern uns nur zu oft an andere Dinge. An Misserfolge, die wir erlebt haben, an Verletzungen, die uns angetan wurden, an Versagen, das wir uns eingestehen müssen. Schlimme Dinge, von denen wir betroffen, an denen wir beteiligt waren. Wohin mit solchen belastenden Erinnerungen, die wir am liebsten verstecken und vergessen möchten?

Erinnerung heißt nicht nur an das Beglückende voller Freude denken, sondern auch an das belastende in dem Vertrauen, dass alles wieder gut werden kann, auch das, was ich selbst nicht mehr gut machen kann. Da ist einer, dem ich auch das anvertrauen kann und der die Wunden in meinem Innern zu heilen vermag. Es klingt unglaublich: Gerade meine schwersten Erinnerungen können meine kostbarsten werden. Was wie eine Katastrophe aussieht, erweist sich als Gnade.

Gute Erinnerungen sind von goldenen Fäden durchzogen. So bilden sie ein krisenfestes Kapital für die Zukunft und bringen unschätzbare Zinsen in Form von Lebensmut und Optimismus. Sie sind wie Geländer von der Vergangenheit in die Zukunft, Halt gebend und Weg weisend.

BoN-Impulskarte 120
Text: Ph. Bosmans / U. Schütz
Foto: Angret Jepsen
Herausgeber: Bund ohne Namen
Postfach 154, D-79001 Freiburg
http://www.bund-ohne-namen.de/index.php

 

Niedrigschwellige Betreuungsangebote, zu wenig bekannt

(hir) Diese Seiten sind noch im Aufbau, erfahren Sie nach und nach mehr...

Pflegende Angehörige von an demenzerkrankten Menschen sind enorm belastet. Allgemein bekannt ist, dass Familien derzeit die Hauptlast in der ambulanten Versorgung tragen.

Der Gesetzgeber hat daher mit den §§ 45 a – c SGB XI mit einem zusätzlichen Leistungsanspruch dies anerkannt. Angehörige be- und überlasten sich sehr oft, dies zeigen auch die vielen Gespräche des Hilfelotsen rund ums Alter der Marktgemeinde Hahnbach mit pflegenden Angehörigen, die Demenzkranke versorgen und pflegen.

Zudem sind die gesetzlichen Neuerungen bei den betroffenen Familien und oft auch bei den Beraterinnen und Beratern vor Ort zu wenig bekannt.

Niedrigschwellige Betreuungsangebote haben allgemein noch nicht den Eingang in selbstverständliche Versorgungsangebote, wie z.B. die der Pflegedienste und der Kurzzeitpflege gefunden, den sie benötigen würden, sie werden daher längst noch nicht überall nachgefragt.

Vielmehr müssen zunächst bestehende Schwellenängste pflegender Angehöriger durch intensive zugehende Arbeit gemindert und abgebaut werden. Diesen Erkenntnissen kommt in unserer Region das Projekt „Alt werden zu Hause“ nach, in dem mit zugehenden Angeboten und Beratungsstunden in Rathäusern die Menschen unabhängig und trägerneutral aufgeklärt, informiert und beraten werden.

Niedrigschwellige Betreuungsangebote im Sinne des Pflegeleistungs- Ergänzungsgesetzes stellen ein neues Leistungsangebot dar.

Nach bisherigen Erfahrungen des Hilfelotsen rund ums Alter und von Alt werden zu Haue können pflegende Angehörige mit alltagsintegrierten Angeboten wirksam entlastet werden, aus einer Situation eigener Isolation wieder herausfinden und zur weiteren Pflegeübernahme motiviert werden. Es setzt sich weiterhin die Erkenntnis durch, dass damit auch ihre eigene gesundheitliche Situation verbessert werden kann.

Der Hilfelotse rund ums Alter der Marktgemeinde Hahnbach möchte mit diesen Internetseiten u.a. mithelfen, dass die zusätzlichen Betreuungsleistungen besser bekannt, Schwellenängste abgebaut und die pflegenden Angehörigen von demenzerkrankten Menschen besser informiert und aufgeklärt werden und somit auch besser von ihrer oft aufreibenden Arbeit entlastet werden können.

- Zusätzliche Betreuungsleistungen im SGB XI
- [http://www.patientenleitlinien.de/Demenz/demenz.html Leitlinie für Betroffene, Angehörige und Pflegende

Demenzkrankheit]

 

Zusätzliche Betreuungsleistungen

Leidet die/der Pflegebedürftige unter einer demenzbedingten Fähigkeitsstörung, geistiger Behinderung oder einer psychiatrischen Erkrankung? Wenn sie/er im häuslichen Bereich gepflegt wird, erhält er in einem solchen Fall zusätzliche Betreuungsleistungen.

Je nach Schwere der Krankheit können seit Juli 2008 bis zu 100 Euro monatlich und ein erhöhter Betrag bis zu 200 Euro monatlich geleistet werden.

Wichtig: Diese Leistungen erhalten auch Personen, die noch nicht die Voraussetzungen für die Pflegestufe 1 erfüllen. Sie werden der im Juli 2008 eingeführten Pflegestufe 0 zugeordnet.

Was ist Pflegestufe 0?

Diese Bezeichnung wird verwendet, wenn jemand zwar gewisse pflegerische Unterstützung benötigt, jedoch nicht unter die gesetzlichen Bestimmungen von Pflegestufe 1 fällt. Dazu gehören beispielsweise Personen, die hauptsächlich beaufsichtigt und betreut werden müssen, aber in puncto hauswirtschaftliche Versorgung und Grundpflege = direkte Pflege derzeit nur geringe Hilfe benötigen.

Unter welchen Umständen wird die zusätzliche Betreuungsleistung bewilligt?

Pflegestufe 0 wird auf Antrag erteilt, der von einem Vertrauten der pflegebedürftigen Person gestellt werden sollte. Ob jemand „einen erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung“ hat, prüft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) anhand eines Kriterienkataloges. Dafür kann ein Hausbesuch erforderlich sein. Nach Begutachtung durch den MDK entscheidet die Pflegekasse darüber, ob die Leistung bewilligt werden kann.

Einsatzzweck der Betreuungsleistungen

Der Betrag ist zweckgebunden. Er kann eingesetzt werden für

besondere Angebote der allgemeinen Anleitung und Betreuung von zugelassenen Pflegediensten und nach Landesrecht anerkannte sonstige regionale Angebote

Darüber hinaus stehen Angebote für Tages- und Nacht- oder Kurzzeitpflege zur Verfügung. Dabei können die vereinbarten Pflegesätze und auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung mit den jeweiligen Beträgen finanziert werden. Bei Ihrer Pflegekasse erhalten Sie Informationen über qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen und über regionale Angebote.

Ergänzend wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass gem. § 37 Abs. 3 Satz 6 SGB XI auch Personen, bei denen eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt wurde und die noch nicht die Pflegestufe I erreichen, halbjährlich einen Beratungsbesuch abrufen können.

Dieser Beitrag ist ohne Gewähr und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

- Leistungsverbesserungen für Demenzkranke

 

Demenz bedeutet eine Herausforderung für uns alle und geht uns alle an!

(hir) In den Informationsveranstaltungen zur Kommunalwahl 2008 habe ich das Thema „Demenz“ immer wieder versucht anzusprechen. Im Zuge einer älter werdenden Gesellschaft, so wies ich immer wieder darauf hin, wird der Anteil der an Demenz erkrankten Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den kommenden Jahren deutlich ansteigen.

An vielen Orten können Menschen mit und ohne Demenz aufeinandertreffen: in der Familie, aber auch auf der Straße, beim Bäcker, beim Metzger, im Supermarkt, beim Friseur, in der unmittelbaren Nachbarschaft oder in Kliniken, Krankenhäusern und Seniorenheimen oder sonstigen Einrichtungen der Pflege.

Menschen, die an einer Demenz leiden, müssen über viele Jahre mit dieser Krankheit leben. Insbesondere in den Anfangsjahren der Erkrankung benötigen die Betroffenen nicht vorrangig professionelle Hilfen. Im Gegenteil, sie sind, aufgrund von Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, vor allem auf Unterstützung von Menschen aus ihrer unmittelbaren Umgebung - auf Freunde, Bekannte und Nachbarn - angewiesen.

Demenz bedeutet eine Herausforderung, die wir nicht nur Spezialisten aus Medizin und Pflege überlassen können. Demenz geht uns alle an! Im Umgang damit sind wir alle gefordert – als Kommunal-Politiker, als Fachkräfte in der Alten-/Gesundheits-/Krankenpflege, als Vereinsmitglieder, als Freunde, als Nachbarn und als Angehörige.

Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Mitarbeit im Modellprojekt der AOVE-Gemeinden „Alt werden zu Hause“ und als „Hilfelotse rund ums Alter“ im Marktgemeinderat Hahnbach erfahre ich immer wieder, dass für viele Menschen der Wunsch bei guter körperlicher und geistiger Verfassung im Alter leben zu können in Erfüllung geht.

Allerdings wissen wir aus der Arbeit von „Alt werden zu Hause“ auch, dass viel ältere Menschen die Sorge beschäftigt: „Was ist, wenn ich einmal nicht mehr kann und mich nicht mehr so richtig auskenne? Was geschieht mit mir, wenn ich selbst dement werde sollte und nicht mehr genau weiß, was ich will und tun oder lassen sollte?

Vielleicht kennen auch Sie in ihrem eigenen Familien- oder Bekanntenkreis Menschen, die an Vergesslichkeit oder einer Demenz erkrankt sind. Fühlen Sie sich dann nicht manchmal mehr oder weniger hilflos? Wie gehen Sie damit um? Überlegen Sie nicht manchmal, was könnte ich tun? Wie gehe ich auf die Betroffenen zu?

Wir wissen in unserer Gemeinde derzeit nicht, wie viele Menschen exakt an einer Demenz erkrankt sind. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen jedoch davon aus, dass Demenzerkrankungen in einer älter werdenden Gesellschaft in den kommenden Jahren deutlich zunehmen werden. Es ist daher kaum anzunehmen, dass wir hier in Hahnbach und Umgebung auf einer „Insel der Glückseligen“ nicht mit diesem Problem konfrontiert sind.

Leider muss immer wieder festgestellt werden, dass Demenz nach wie vor ein Tabuthema ist. Man spricht nicht gerne darüber, Verunsicherung und Überforderung in den betroffenen Familien spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Unsicherheit und Unwissenheit im Freundes- und Bekanntenkreis.

Mit folgendem Zitat aus der Weihnachtsansprache von Johannes Rau, 2003, möchte ich Ihnen Mut machen und Sie bitten: Informieren Sie sich, lassen Sie sich aufklären über Hilfen, Wege und Möglichkeiten, die es in unserer Region gibt, was Sie tun können als Angehöriger, Freundin, Freund oder Nachbarin und Nachbar, auch als Verkäuferin im Supermarkt oder Geschäften der verschiedensten Branchen, als Vereinsmitglied..

„Wenn wir alle Lebensbereiche nur noch nach wirtschaftlichen Gesetzen formen, geraten wir in eine Sackgasse. Dadurch verfehlen und verpassen wir wesentliche Dinge im Leben … .Heilen und Pflegen bedeutet mehr, als man in starren Pflegenormen ausdrücken kann…Eine Gesellschaft lebt von Flexibilität, Wagnis, von Neugier und Aufbruch…“

Weiterführende Links zum Thema Demenz:  -

- Alt werden Zu Hause
- Hirnliga
- Deutsche-Alzheimer-Gesellschaft e.V.
- Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen
- Ambulanter Gerontopsychiatrischer Verbund Bayern
- Alzheimer Gesellschaft Oberpfalz
- Deutsches Grünes Kreuz

 

awz-hahnbach.de sponsored by

Computer & Zubehör, Internetzugang
Tel 09664-952690 Alles aus einer Hand

Wir kommen auch zu Ihnen nach Hause.


 

Besucherzähler

Heute370
Gestern542
Aktueller Monat7379
Gesamt676004


Edukation Demenz
 

mraf



Kinaesthetics

kin