Neues Marterl auf dem Laubberg bei Godlricht
Ein neues Marterl wurde am Weißen Sonntag auf dem Laubberg bei Godlricht von Pfarrvikar Christian Preitschaft im Rahmen einer kleinen Andacht geweiht

Im Anschluss dankte der Godlrichter Initiator Werner Schön Allen fürs Kommen, seinem Sohn Heribert für die Hauptarbeit, allen weiteren Mitarbeitern und besonders den Sponsoren.
Bereits im Rahmen der Dorferneuerung hatte Werner Schön (*1942) den Wunsch, eine kleine Kapelle zu bauen, erinnert er sich. Doch hatte man ihm dies damals nicht genehmigt. So renovierte er „erstmal“ im Gewerbegebiet einen maroden Bildstock und setzte seine Arbeit als „Banklmacher“ rund um Godlricht fort. Sieben Bänke baute er neu und setzte auch die restlichen der zwölf Ruheplätz auf dem sieben Kilometer langen Weg rund ums Dorf in Stand.
Seit einer Reha 1995 ließ ihn die Idee ein eigenes Marterl zu bauen nicht mehr los
Nachdem er im Juli 2025 das letzte Bankl aufgestellt hatte, machte er einen Plan, um sich im Anschluss auf die Suche nach Helfern zu machen. „Es war wunderbar und als hätt‘ ich offene Türen eingerannt“, erzählt Werner Schön noch immer begeistert.
Alle sagten ihre Unterstützung zu, so der Hauptsponsor Herrmann Ulrich, auch Alfons Mertel, die Firma Rauch, die Familien Härtel, Kachel, Lösch, Nachbarn und auch sein Sohn Heribert. Sogleich wurden Beton, wasserfeste Platten, Eisen, Glas und Zubehör organisiert und Werner Schön stiftete eine Altöttinger Madonnenfigur.
„Gut, dass mein Sohn Heribert alles kann!“ freut sich Werner Schön noch immer, denn dieser war es, der seine Idee perfekt realisierte. Als Platz hatte die Familie dafür eine Weggabelung an einem ihrer Waldstücke oben auf dem Laubberg ausgesucht.
Gefragt nach seiner Motivation kommt sofort von ihm: „Meine Frau Maria Theresia, gen. „Resi“, mein Sohn Heribert und ich, wir haben so viel Grund, dem Herrgott und der Mutter Maria zu danken!“
Nach kaum mehr als einem Monat stand dann auch schon die schöne Marter mit der Inschrift „Zu Ehren der Mutter Gottes“ und dem Namen des Hauptsponsors Ulrich im Sockel

Es kamen noch Kreuze, fest installierte Laternen, und natürlich eine Bank dazu und auch ein hilfreiches festes Geländer „für Fußkranke“.
Als Seine Frau Maria am vergangenen Karfreitag ihren 80. Geburtstag feierte, kam auch der Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft zum Gratulieren und erfuhr so vom Marterl. „Das sollten wir einweihen“, meinte dieser „und vielleicht einmal im Mai auch eine Maiandacht dort halten.“ Gern sagt die Familie Schön sofort zu und flott wurde das Dorf über die Segnung informiert, die nun am vergangenen Weißen Sonntag stattfand.
Viele waren zur „Oase der Stille und Einkehr“ gekommen, wie der Pfarrvikar betonte. Singend und betend, mit Weihwasser und Weihrauch wurde das schmucke Marterl seiner Bestimmung gewidmet

„Es soll der inneren Einkehr dienen und die Seele zu Ruhe kommen lassen“ betonte Pfarrvikar Preitschaft vor dem Schlusssegen, nachdem sich Werner Schön herzlich bedankte.
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