Frohnbergfest 2026 - Menschen und Stände auf dem Berg
Die fast 90 Jahre alte Hildegard Siegert (links) wollte auch dieses Jahr, wie schon so viele Jahre vorher, an den Gottesdiensten in der Wallfahrtswoche teilnehmen

Während der Sohn sich den Fußwallfahrern aus Iber anschloss, wurde sie von ihrer Schwiegertochter Anneliese auf den Frohnberg chauffiert „Mir ist der Frohnberg ganz wichtig“, betonte die Seniorin aus Iber, „denn hier kann ich seelisch und körperlich richtig auftanken.“ Auch Annelies liebt die Atmosphäre der Festwoche und versichert: „Ich mag einfach die Kombination von Geistlichem, Entspannenden und die Begegnung mit so vielen Leuten, die man oft nur in dieser Zeit auf dem Frohnberg trifft“.
Jürgen Klober, Wirt der Frohnbergwirtschaft, hier mit Ehefrau Heike, zeigt sich „mehr als zufrieden“ über die Resonanz nicht nur in der Festwoche

„Den Mut, die Wirtschaft zu pachten, habe ich noch keinen Tag bereut“, versichert er und fügt hinzu „und, dass es viel Arbeit und lange Tage werden, das habe ich von vornherein gewusst“. Dankbar sei er für die Mithilfe seiner Söhne, seiner Frau, seines beratenden Bekannten, der ihn in der Küche beistehe, und mancher Hilfe aus dem familiären Umfeld.
Kein Problem stelle für ihn das tägliche Auf- und Zusperren der Frohnbergkirche dar, schmunzelt er, denn es sei schon fast ein Ritus geworden. Richtig froh ist er auch darüber, dass sich genügend Personal gefunden hat und 17 Angestellte mit ihm gut für die Gäste sorgen.
Auch das Beibehalten des Einsatzes seines Smokers „Rooster Creek BBQ“ für Vereine und Organisationen, den die Söhne in diesem Jahr bereits 16-mal begleitet haben, sichere seine Präsenz, erklärt er. „Zwei Tage nach der Frohnbergfestwoche werden wir schließen, um gründlich aufzuräumen und zu reinigen“, ergänzt Heike Klober und freut sich schon auf den Urlaub vom 3. bis zum 23. Oktober im Elsass.
100 Freiwillige des Hahnbacher Sportvereins hatten sich gemeldet, um die Parkplätze auf dem Frohnberg zu betreuen

Auf dem Terrain der Gemeinde sorgen sie mit einem freundlichen Lächeln für jeden Autofahrer gleich zu Beginn für gute Stimmung.
Mit dem Beleg der Parkgebühr von 3 Euro ist dann ab sofort auch das Fahrzeugs gegen Beschädigungen versichert.
Um das Einparken zu erleichtern sind weitere Personen unterwegs, schauen nach Leerstellen, weisen ein und helfen auch, wenn es nötig sein sollte.
Ein Teil der Einnahmen darf beim Verein bleiben, welche dieser gut für die Jugendarbeit und Anstehendes brauchen kann.
Die Schichten der stets gut versorgten Ehrenamtlichen beginnen wochentags um 10.30 Uhr und enden um 20 Uhr. An den beiden Sonntagen und dem Patroziniumstag sind sie schon um 7.30 Uhr an Ort und Stelle und wieder bis acht Uhr abends.
Viele erinnern sich noch gut an Maria Lindner und ihren langjährigen Süßigkeiten- und Spielzeugstand auf dem Frohnberg in der Festwoche. 2015 übernahm nun Gabi Ertl (rechts) mit ihrer Familie diese Tradition mit „Gewohnheitsrecht“ auf Gemeindegrund

Jedes Jahr gilt es dafür ausreichend einzukaufen. Doch dieses Jahr musste ein neuer Großhändler gefunden werden, da der bisherige leider verstorben ist und sein Geschäft in Nürnberg aufgegeben wurde. Nun fährt man eben nach Vohenstrauß, erklärt das Familienoberhaupt Alfons Ertl.
Gabi Ertl und ihre Tochter Marina Heller sind Tag für Tag tiefenentspannt inmitten ihrer Waren und können nur Bestes von ihrer freundlichen Kundschaft berichten. Auch möchten sie gern den Stand die nächsten Jahre weiterbetreiben, „so Gott will“.
Ein echter Anziehungspunkt für Groß und Klein ist auch die Losbude an der Kirche

Auf Initiative von Brigitta Heidlinger kann man dort sein Glück versuchen und größere oder kleinere Gewinne mit nach Hause nehmen.
Kaum ist die Wallfahrtswoche vorbei, beginnt sie bereits Ausschau zu halten nach passenden Preisen. Die Bevorratung in ihrem Haus füllt dann dort stets das ganze Jahr über einige Regale.
Kurz vor dem Bergfest werden noch Kleinpreise eingekauft, erklärt sie und es brauche ganze zwei Stunden alles einzuräumen. „Gut, dass ein Superteam alle Jahre als VerkäuferInnen mitmacht!“, freut sich Heidlinger und so jedes Jahr ein stattlicher Betrag für den Förderverein der Hahnbacher Kirchen und Kapellen überreicht werden kann.
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