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Vilseck: Wetterfeste Kirwaleit und zwei Bäume - Demographischer Wandel bei der Burgkirwa

Die Vilsecker hatten an ihrem Kirwawochenende keinen guten Draht zum Wettergott. Der ließ die zehn Paare regelrecht im Regen stehen. Aber sie tanzten trotzdem. „Eigentlich ist es zum Weinen“, meinte eine fröstelnde Zuschauerin. „Heuer hatten wir so lange gutes Wetter, und ausgerechnet am Kirwasonntag muss es in Strömen regnen“.

Auch dies gehörte neben Ina, der ersten weiblichen Kirwabaum-Mitaufstellerin zu  den Besonderheiten des diesjährigen Festes. Und der Nachwuchs stellte im Burghof seinen eigenen kleinen Baum auf. Neu war auch, dass der Gottesdienst erstmals am Samstagabend stattfand. Danach zogen die Kirwaleit mit Fackeln und Blasmusik hinauf zur Burg.

Das erste Fass zapfte Bürgermeister Hans-Martin Schertl an, und die Kultband „Keine Ahnung“ heizte als Garant für beste Stimmung den Gästen tüchtig ein.

Das große Geheimnis aber lüfteten die Paare selbst, als sie am Sonntag in den Burghof einmarschierten. Nun, wer tanzte denn da heuer um den Baum? War da nicht sogar der Vizebürgermeister dabei, eine Oma, ein Opa, ehemalige Kirwaleit, Mütter und Väter, und sage und schreibe, drei ledige Paare? Ja, genau! Dieses Gemisch aus Alt und Jung hatte sich bereits bei den Tanzproben zu einer lustigen, harmonischen Truppe vereinigt.

Mit einer Portion Galgenhumor und viel Sonne im Herzen zeigten die Jungen und Junggebliebenen ihre Volkstänze zu den Klängen der vereinseigenen Feuerwehrkapelle und legten sogar einen Linedance auf die Bühnenbretter, bis schließlich Lara Meier und Johannes Winter als Oberkirwapaar feststanden. Die Packerln öffnete man aber erst im trockenen und warmen Kirwastodl.

In bayrisch-lustig-gemütlich-familiärer Atmosphäre und kulinarisch gut versorgt wurde bis in die Nacht hinein weitergefeiert. Auch die Linedance-Gruppe „Happy Free-Liners“ zeigte ihr Können und animierte zum Mitmachen.

Mitgemacht haben am Kirwamontag auch die Kleinen der Kita St. Josef. Sie tanzten vergnügt eine Sternpolka um den Baum herum, und dies gottlob im Trockenen. Mit zünftiger Musik durch die Hohlweglauerer ging die 21. Burgkirwa auf die Zielgerade. Das Kirwapaket, bestehend aus Baum, Bier und Geräuchertem, ein weiteres Novum, konnte letztendlich erfolgreich versteigert werden.

Junge und junggebliebene Paare waren bei der 21. Burgkirwa auf Dagestein bestrebt, die Kirwatradition in Vilseck aufrecht zu erhalten. Lara Meier und Johannes Winter (vorne Mitte) wurden zum Oberkirwapaar gekürt
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Welche Kirwagesellschaft hat schon seine eigene Kirwamusik? In Vilseck geht ohne die Feuerwehrkapelle nichts

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Während die großen Kirwaleit den Baum aufstellten, bastelten die kleinen bereits an ihrer Tanzbühne

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