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"Up-Leben" - 90 Minuten lang im Paulaner Gemeindehaus „dem eigenen Tod entgegen“ mit Reinhild Kuhn

Von federleicht bis zu Tränen schwer und auch mal makaber reichte die Bandbreite der Lieder von Reinhild Kuhn über „Up-Leben“. Perfekt und einfühlsam begleitet von Eric Trejo di Santiago aus Mexiko flogen alle 90 Minuten lang im Paulaner Gemeindehaus „dem eigenen Tod entgegen“.

Begrüßt von Hildegard Huber, der Vorsitzenden des Hospizvereins, war die Sängerin auf Einladung der KEB und des EBW nach Amberg gekommen.

In Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch zeigte sie intensive Bühnenpräsenz mit expressives Feingefühl und tänzerischen Unterstreichungen. Die Kinderfrage “Wer bin ich?“ führte bald zum Bewusstwerden des eigenen Todes, der wohl „eigen wie das eigene Leben“ sei. Es wäre schlimm würde man erst dann merken, dass das schlimmste Wort „hätte“ sei. Ihr Rat „Throw it away“ wusste aber doch: „Du kannst nichts verlieren, wenn es dir gehört“.

Zwischen ihren Liedern philosophierte die Künstlerin darüber „was oder wer der Tod ist“ und schloss doch hoffnungsvoll mit „vielleicht ist er ein Tor zu einer anderen Welt“. Innig besang sie mit „in heaven“ „das Land der Freue, des Glücks und des Friedens“, wo man erwartet werde mit „Joy in your heart“.

Auf die Frage ans Publikum „Wie wollen sie denn bestattet werden?“ offerierte sie alle vier Elemente. Ob im Feuer, dem Wasser, der Luft oder der Erde gipfelte im doch recht makabren Lied “Gebt meinen Körper den Raben, dass die Raben was zu laben haben“.

Totenbräuche anderer Länder schilderte sie mit kaum verstecktem Humor und postulierte, man solle „sich nicht vom Tod auffressen lassen, sondern lieber den Tod auffressen“ und in fröhlichen Liedern der Verstorbenen gedenken.

Für sich selber wünschte sie, in der letzten Stunden nicht alleine sein zu müssen, sondern jemanden bei sich zu haben, der sie liebe mit „Dance me to he end of love“. Mit dem Hintergrundchor des schließlich doch lernfähigen Publikums erklang Bob Dylans „Just remember: the dead ist not the end“ – „no,no“.

„Hebt euer Glas und trinkt auf die Toten“ forderte sie gegen Schluss die 50 Zuhörer auf, da „der Tag so kurz und die Nacht so lang“ sei. Mit der Zugabe „Remember me“ verabschiedete sich Reinhild Kuhn, der starker Applaus aufrichtig dankte.

Reinhild Kuhn perfekt und einfühlsam begleitet von Eric Trejo di Santiago aus Mexiko

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