Vilseck: Faschingsimpressionen aus der Vergangenheit

Geschrieben von rha am .

Mit ihrem selbstgebauten „Sturmvogel“ ließen sich im Jahr 1920 die Männer in der Fosenacht fotografieren und zeigten zwischen den beiden Weltkriegen ihre politische Gesinnung. Die Musikanten waren mit dem nötigen Ernst bei der Sache

Nur drei Personen auf dem Bild sind noch bekannt. (Ganz links) Wachtmeister Andreas Seibold; (Sechster von rechts) Dirigent Hans Stubenvoll, späterer Bürgermeister; (rechts hinter ihm mit Hut) Metzgermeister Kaspar Specht

Das heutzutage Fasching ganz anders gefeiert wird, wie vor hundert Jahren, ist verständlich. Aber nichts desto weniger freuten sich die Menschen auch früher über Abwechslung vom Alltag. Sie schlüpften in Kostüme und gaben sich dadurch eine andere Identität. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt, wie man auf den Bildern sehen kann.

Beim Faschingsumzug 1952 trugen alte Weiblein ihre Männer in der Bucklkürm durch die Stadt. Am Straßenrand Dr. Wolfgang Klarner und Herr Fromm von der Brauerei Kummert; im Hintergrund die jetzigen Vilsauen

1952 besuchte die Faschingsgesellschaft mit Prinzenpaar Hans Koppmann und Maria Schmid und mit Hofnarr Georg Nettl auch die Kleinen in der Kinderbewahranstalt

„Sängerball 1965 - Aufmarsch zur Polonaise!“

(von links) Gretl Raß, Franz Eschenwecker, Maria und Ludwig Luber. Beim Liederkranz gab es alljährlich einen festlichen Schwarz-Weiß-Ball im Angerer-Saal

Noch in den 1960er Jahren wurde der Sängerball stets mit einer Francaise, einem höfischen Schreittanz mit festgelegten Schritten und Figuren, eröffnet. In den 1970er Jahren löste die Polonaise die Francaise endgültig ab

Auch beim Frauenbund ging es immer fröhlich zu. Im Jahr 1975 feierte man unter dem Motto „Lustig ist das Zigeunerleben“

(von links) Anna Trettenbach, Aurelia Rochelt, Anneliese Lindner, Gretl Leißl, Theresia Lettner, Heidi Neudecker und Marianne Meiler. (Sitzend) Theresia Ernst.

Allmählich wurden die Faschingsveranstaltungen auch mit einem Männerballett oder mit Gardemädchen bereichert. Hier das Männerballett der Kolpingsbrüder 2008

(von links) Josef Lindl, Andreas Schönl, Peter Walter, Peter Friedrich, Karl Ruppert, Markus Schertl, Christian Götz und Franz Kurz