Bei Burgkirwa war viel Sonne im Herzen nötig - Vilsecker Kirwaleute trotzten dem Regen
Paulina Gnan und Jonas Hasenstab wurden zum neuen Vilsecker Oberkirwapaar gekürt

Obwohl der Vilsecker Kirwagemeinschaft jährlich eine Stunde mehr Zeit zum Feiern geschenkt wird, hatte sie heuer wenig Glück mit ihrer Veranstaltung. Zum Höhepunkt am Kirwasonntag bescherte der Wettergott nämlich Regen und Sturm.
„Aber das kann passieren“, meinte Vorsitzender Anton Trettenbach und machte gute Mine zum bösen Spiel. „Vielleicht haben wir nächstes Jahr wieder Sonnenschein zum Austanzen“, fügte er zuversichtlich an. Der Auftakt gelang in jedem Fall, denn der 30-Meter-lange Kirwabaum wurde erstmals mit Hilfe eines Krans im Burghof aufgestellt.
Beim Kirchweihgottesdienst in der Pfarrkirche freute sich Stadtpfarrer Madanu, dass die Kirwapaare nach alter Tradition Glauben und Brauchtum miteinander verbinden. Im Fackelzug ging es dann mit den Dagesteiner Musikanten hinauf zur Burg, wo sich mit den fünf Vollblutmusikanten von „Wöidarawöll“ eine zünftige Kirwagaudi entwickelte, die bis weit nach Mitternacht andauerte.
Aber am Sonntagmorgen, oh weh, regnete es in Strömen. Da bedurfte es viel Sonne im Herzen, um den Tag gut zu überstehen. Aber die zwölf Kirwapaare hatten damit kein Problem. Sie ließen sich von ihrem Nico im Kirwawagen trockenen Fußes zur Tanzbühne bringen, wo die Dagesteiner bereits auf sie warteten.
Beim Austanzen mussten sie dennoch Wasser von oben in Kauf nehmen. Katharina Kreuzer hatte mit ihnen bayerische Volkstänze gut einstudiert und war froh, dass alles perfekt klappte

Am Ende stand mit Paulina Gnan und Jonas Hasenstab das neue Oberkirwapaar fest.

Nun aber schnell in den Kirwastodl hinein! Nach dem Trockenföhnen wurden die Kirwapakete ausgepackt und Paulina und Jonas lustig ausstaffiert. Mit BenRay und seiner temperamentvollen Musik und seinen humorvollen Sprüchen kehrte die gute Laune rasch wieder zurück und hielt noch stundenlang an. Anton Trettenbach bedankte sich bei seinem Team und den vielen Helferinnen und Helfern, die wieder eine zünftige Kirwa auf die Beine gestellt hatten.
Am Montag bezog die Kirwagemeinschaft auch die Gastronomie in das Kirwageschehen mit ein. Auch dem Bürgermeister stattete man im Rathaus einen Besuch ab. Die lustigen Kirwatage klangen am Abend im Zollhaus und im Gasthof Hammer fröhlich aus.
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