100 Jahre Schützenverein Edelweiß e.V. Süß - Kommersabend am Freitag, den 4. April 2025
33 Männer beschlossen vor 100 Jahren die Gründung des Schützenvereins „Edelweiß“ in Süß. Ihr Vorstand war Adolf Bäumler, mit Hausnamen „Walzn“
Genau 100 Jahre besteht der Schützenverein Edelweiß e.V. in Süß, der dieses Jahr sein Jubiläum mit einem Kommersabend am Freitag, den 4. April, einem großen Schießen und einem kirchlich-weltlichen Fest am Sonntag, den 4. August, begehen wird.
Dann und bis dahin hat zwar ihr rühriger Vorstand Werner Wendl noch alle Hände voll zu tun, doch ist er recht zuversichtlich, da viele seiner ca. 150 Mitglieder ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass 1925 die Gemeinschaft der Süßer Schützen aus dem Burschenverein heraus entstanden ist.
Da man nach der Heirat nicht mehr als „Bursch“ gilt, suchte man nach einer „Anschlussgruppe“, um Kameradschaft und Geselligkeit weiter pflegen zu können. Und so wurde schon bald der Schützenverein aus der Taufe gehoben. 33 Mitglieder taten sich damals unter dem Vorstand von Adolf Bäumler, dem „Walzn“, zusammen.
Der Verein entwickelte sich gut, doch 1934, neun Jahre später, kam es zum Tiefpunkt. Denn damals wurden unter anderem auch alle Schützenvereine aufgelöst. Diese hatten sich nun dem „nationalen Wehrsport“ anzuschließen.
Erst 1952, nach dem zweiten Weltkrieg und nach 18 Jahren Verbot, fand man sich zu einer Wiedergründung zusammen. Georg Bösl war hier die treibende erfolgreiche Kraft und mit dem Schützenmeister Johann Ströhl, dem „Bums“, sah man wieder in eine bessere Zukunft.
1952 war die Wiedergründung des Schützenvereins mit Georg Bösl, Hans Stiegler, Hans Ströhl, Josef Sichelstiel, Xaver Wendl, Hubert Ströhl (v.li.n.re.). Auch der zweijährige Norbert Bösl und der fünfjährige Gerhard Bösl durften mit aufs Foto.
Ihr erstes Vereinslokal wurde der mittlere Wirt, das „Gasthaus zum Goldenen Löwen“ mit einem einfachen Schießstand, bei dem man anfangs sogar über die Köpfe der Gäste hinweg schoss.
Doch schon im ersten Jahr konnte man mit Xaver Wendl einen Schützenkönig küren ...
... und 1954 gab es mit Anna Sichelstiel die erste Schützenliesl.
Der Verein wuchs und gedieh weiter und brachte und bringt sich erfolgreich ins Vereinsleben von Süß und der Marktgemeinde Hahnbach ein. Regelmäßig richtet er regionale und überregionale Schießwettbewerbe aus und erfreut sich weit über die Oberpfalz hinaus großer Beliebtheit.
1983 wird das Gasthaus „Rouherer“ neues Vereinslokal mit dem Ziel einer eigenen modernen Schießanlage im Keller. Mit viel Eigenleistung und dank bester Zusammenarbeit in und außerhalb des Vereins kann man diese 1985 in regulären Betrieb nehmen. Standesgemäß wird dies mit einer Fahnenweihe und einem großen Schützenfest begangen.
1990 verabschiedet man eine Vereinssatzung, welche die Förderung des Schießsports, die dazugehörige Jugendarbeit und „körperliche Ertüchtigung“ zum Inhalt hat. Neben dem alljährlichen Vereinsschießen und der folgenden Königsproklamation, können die Schützen mittlerweile auf zahlreiche Erfolge verweisen, die bis zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft reichten.
Julia Simon und Julia Bauer wurden für ihren Erfolg als deutsche Mannschaftsmeister auch von der Marktgemeinde besonders ausgezeichnet. Derzeit ist Leni Regler eines der Aushängeschilder des Süßer Schützenvereins.
Wenn sich am Sonntag, den 3. August 2025 um 13.30 Uhr wieder ein Festzug zur Süßer Kirche bewegt, sind es, wie so oft schon, wieder die Süßer Schützen und die geladenen Vereine, die bei ihrem Auftreten in ihren einheitlichen grünen schmucken Anzügen und gut behütet, eine Augenweide abgeben.
In der großen Halle der Süßer Feuerwehr warten nach dem Gottesdienst zünftige Musik, kurze Ansprachen und mancher kulinarischer Leckerbissen auf die Gäste.
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