Film mit vielfachen Informationen über Atzmannsricht
Monika Forster begeisterte mit ihrem Film mit vielfachen Informationen über Atzmannsricht im voll besetzten Gemeinschaftshaus in der Dorfmitte
Verena Beck, Theo Rachl, Hans Meindl, Irmgard Kartmann und Werner Kohl (v.li.n.re.) unterstützten tatkräftig die „Regisseurin“ Monika Forster (Mitte)

Ortssprecher Werner Kohl begrüßte im „Lebensraum Heimat“ die heimatkundlich versierte Laienregisseurin mit Blumen.
Er beschenkte auch den professionellen Drohnenfilmer Theo Rachl mit einem guten Tropfen. Als Monika Pfab war die Autorin in Atzmannsricht aufgewachsen, wo sie sich und dem Dorf nun mit ihrem Dokument eine bleibende „Erinnerung mit Herzblut“ geschaffen hat.
Ein Vorfilm von Karl Bauer mit zwei Feuerwehrübungen in Amberg von 1920 und 1929 eröffnete den Sonntagnachmittag. Dann durften alle Atzmannsrichter, „das gepflegte Bauerndorf im Herzen Bayerns“, aus der Draufsicht, beginnend mit der Weltkugel erleben.
Angenehm war auch die passende Hintergrundmusik während des ganzen Films. Von der Steinzeit über die Rodung eines Atzmanns und die erste urkundliche Erwähnung 1188 ging die detaillierte korrekte Zeitreise. Auch die Sonderstellung zwischen den Diözesen Bamberg und Regensburg war Thema. Man erfuhr vom Großbrand 1845, dem Wiederaufbau, der früheren und jetzigen Feuerwehr, den Flurbereinigungen und sogar vom einstigen Auto-Bergrennen neben dem Dorf.
Sonor gesprochen von Hans Meindl, ging Forsters Film auch auf die Geologie, die vielfarbigen Sande und die nähere und weitere Umgebung ein.
Gut konnte man den aufwändigen Bau des Naturbadeweihers durch die Dorfgemeinschaft mitverfolgen.
Der Film zeigte auch, dass die fertige Anlage zunehmend gut angenommen wird und mittlerweile sogar im Winter zum Eislaufen einlade. Mit einer Drohne flog man mit über die 42 Häuser und die vielen Drei-Seit-Höfe des Ortes, wie ebenso zu einer ehemaligen Tankstelle neben einer Schmiede.
Gut platziert auch der zentrale Kastanienbaum, um den herum man gern feiert. Auch das Entstehen des ansprechenden Gemeindehauses durch die Dorfgemeinschaft aus einem Stadel wurde gezeigt und ebenso dortige Festivitäten.
In Atzmannsricht achte man zudem auf bewusst gelebte Nachhaltigkeit mit Fotovoltaik, Windrad und Biogasanlage und schätze die lange. schmucke Lindenallee, den so genannten Roßlauf, nach Gebenbach, so Forster.
Gut konzipiert war auch die Führung durch die Sankt-Wolfgang-Kirche auf einem Sandsteinfelsen in der Dorfmitte
Das wahre Kleinod mit Teilen aus dem 11. Jahrhundert, einer gotischen Christusstatue aus dem 13. Jahrhundert, drei verschiedenen Mariendarstellungen und barocker Inneneinrichtung war Höhepunkt des 40-minütigen Films.
Auch die einstigen Gasthäuser wurden noch einmal lebendig und nach einem kurzen Blick auf das benachbarte Krickelsdorf endete die Präsentation mit einer Vogelperspektive über den Ort.
„So schej kann‘s daham sej, in unserm Lebensmittelpunkt,“, resümierte Werner Kohl, offensichtlich anerkennend bewegt.
Monika Forster dankte herzlich vielen Mitwirkenden und Unterstützern und besonders Theo Rachl für unzählige Stunden beim Erstellen des Films. Man erfuhr noch, dass bereits 2018 die Idee eines Filmstreifens geboren wurde, das Projekt in der Coronazeit ruhen musste und es danach noch weitere drei Jahre Arbeit für Recherchen und Schnitte mit Hunderten von Stunden brauchte.
Der Film soll schließlich der Gemeinde Gebenbach und dem Staatsarchiv Amberg übergeben werden, wo man dieses wirklich schöne, mit viel Liebe erstellte Dokument bleibend verwahren wird.
Bleibt noch hinzuzufügen, das Monika Forster großherzig nicht nur ihre Zeit und Energie für den Film, sondern auch die Getränke am Nachmittag gespendet und die gesammelten Spenden aufgerundet hat.
Werner Kohl freute sich über die primär von der Dorfgemeinschaft gespendeten Kuchen und besonders über die übergebenen 500 Euro, die schon bald für die Renovierung des „geistigen Zentrums“ des Dorfes verwendet werden.
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