Josef Luber verstirbt an seinem Geburtstag - Er wäre am gestrigen 24. März, 85 Jahre alt geworden

Josef Luber (rechts) verstarb am gestrigen Dienstag, 24. März 2026

Wohl noch lange über seine Zeit hinaus werden Walnussbäume, welche er im ganzen Gemeindebereich gepflanzt hat, von seinem Engagement erzählen

Am 24. März wäre Josef Luber 85 Jahre alt geworden, doch wurde es nun sein Todestag. Sehr lange erfreute er sich einer noch recht stabilen Gesundheit, wenn gleich das Alter natürlich seinen Tribut forderte.

Weit über die Gemeindegrenzen hinweg war er bekannt als guter und leutseliger Gesellschafter und überall gern gesehen.

Der Pensionist aus dem Schalkenthanerweg 32 wurde 1941 als 5. von 7 Kindern auf dem Bauernhof seiner Eltern in Adlholz geboren. Er war mit Theresia Kellner verheiratet und hat mit ihr drei Söhne.

„Viel gelernt“ habe er bei seiner ersten Ausbildung zum Landwirt in der Landwirtschaftsschule in Amberg, erzählt er. „Ein Leben lang“ habe ihm dies auch sehr geholfen, fügte er immer hinzu.

Aktiv und leidenschaftlich kümmerte er sich um den elterlichen Hof, den nun sein Sohn Andreas bewirtschaftet.

Lange Zeit pflegte er auch noch seinen Hahnbacher Garten, denn seine Liebe galt allem, „was da kreucht und fleucht“. 

Seine Kenntnisse in „Land- und Forstwirtschaft“ waren ihm auch beruflich immer von Vorteil. Dazu gehören gerade auch die ersten sieben Berufsjahre, in denen er als Großhandelskaufmann im Bezirk der BayWa Nürnberg tätig war.

Am 1.10.1970 begann er eine Zusatzausbildung zum Bankkaufmann bei der Raiffeisenbank Freihung eG. Schon bald wurde er dort der Geschäftsstellenleiter. 33 Jahre lang, bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2003, brachte er sich „mit Leib und Seele“ in dieser Bank mit dem landwirtschaftlichen Lagerhaus ein.

Neben seiner beruflichen Arbeit galt sein Engagement auch der Vereinsarbeit.

So unterstützte er unzählige Vereine in und um Hahnbach mit seinem Mitgliedsbeitrag und besuchte auch regelmäßig gern deren Zusammenkünfte.

Sechs Jahre lang war er erster Vorstand der katholischen Landjugend Adlholz und über drei Jahre parallel dazu Kreisvorsitzender der KLJB.

Schon seit 1957 ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Adlholz, die ihn mit dem Leistungsabzeichen „Rot-Gold“ ehrte.

Er war auch einer der Gründungsväter der Hahnbacher Marktbläser und über lange Jahre deren Kassenprüfer.

Musik und dem Gesang gehörten schon immer zu ihm und wen wundert es, dass er lange beim Männergesangsverein Hahnbach seit dessen Gründung 1980 aktiv dabei war. Auch dort schätzte man seine Bankkenntnisse und so war er über 40 Jahre deren Schatzmeister.

Seine Liebe zur Natur zeigte auch sein Einsatz in der Waldbauernvereinigung Oberes Vilstal. 17 Jahre lang war er deren Rechnungsführer und brachte sich auch noch weitere Jahre als Rechnungsprüfer der nachfolgenden Interessenvertretung ein.

1978 baute Luber in Hahnbach ein Haus für seine Familie.

Kaum angekommen, nahm er 1979 interessiert an einer Vereinsversammlung des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins teil. Sein Vorwissen, seine joviale Art und seine Begeisterung sprangen dabei offensichtlich auf die Mitglieder über, so dass er bereits jenes Treffen als neuer erster Vorsitzender verließ. Bis 2005 blieb er dies unangefochten und dank seiner Regsamkeit blühte der Verein in jeder Hinsicht auf.

Mit der einstimmigen Nominierung zum Ehrenvorsitzenden und der Ehrennadel in Gold wurde dies zu Recht honoriert.

Kein Wunder ist auch, dass Josef Luber gerne im Hahnbacher Kulturausschuss als Vertreter der Gruppe „Natur und Umwelt“ von 1980 bis 2000 aktiv mitarbeitete und stets interessiert gerade auch diese Entwicklung verfolgte.

Der Tod seiner geliebten Ehefrau Resi traf ihn schwer; bald darauf übertrug er seinen Besitz an seine Söhne und behielt nur seine Wohnung im Parterre seines Hauses, um dort seinen Lebensabend zu verbringen, der nun endete.

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