Informationen aus der Bau- und Umweltausschusssitzung
Erster Punkt der Sitzung war, neben mehreren Tagesordnungspunkten, der Bau der geplanten vier Windräder am Ochsenschlag und Laubberg und letzter Punkt der Sitzung die Baumbepflanzung im Hahnbacher Friedhof
Der Bauhofgärnter Robert Herrmann legt bereits die Urneninseln an

Auf der Tagesordnung der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses standen an erster Stelle die geplanten vier Windräder am Ochsenschlag und Laubberg. Die Baumpflanzung im Friedhof hatte man als einen der letzten Punkte auf Anträge hin nochmal in die Tagesordnung aufgenommen. Dem Gremium und dem Vorsitzenden Bürgermeister Dominik Sachsenhauser blies aber nicht am Anfang, sondern erst am Schluss „Gegenwind“ entgegen.
Auftakt machte nach den nötigen Formularien der Antrag der Firma Wind Hahnbach GmbH & Co KG. Als dessen Vertreter stellte Markus Rösch nach dem bereits beschlossenen Konsortialvertrag den Antrag für die immissionsrechtliche Genehmigung. Lageplan und Ansichten der vier 262 Meter hohen Anlagen fanden ohne Einwände einstimmige Zustimmung des Gremiums.
Längere Diskussionen erforderten die Anfragen von Grundstücks- und Hauseigentümern. So wurden für den Kastanienweg 4 in Süß das Entfernen einer Verkehrsinsel beantragt, sowie die Genehmigung einer Außentreppe und eines Carports. Zwar befürworte man die Weiternutzung und Nachverdichtung des Hauses, doch hatte man erhebliche Bedenken wegen der Konsequenzen bezüglich der Baum- und Strauchinsel. Man einigte sich schließlich, sofern das Landratsamt zustimmt, darauf, dass der Antragsteller Kosten und Ausgleich zu übernehmen habe.
Nicht minder diffizil stellte sich der Bauantrag für vier Reihenhäuser in der Gartenstraße 9 dar. Mit 5 zu 5 Stimmen wurde dieser abgelehnt, da weder die Unterschriften der Nachbarn vorlagen noch ein ausreichender Brandschutz für die mittleren Häuser gegeben sei. Auch wurde die Höhe von Erdgeschoß, 1. Stock und Dachgeschoss als zu hoch empfunden.
Anders lag der Fall in der Südstraße 6 vor. Dort soll ein über zwei Meter hoher Zaun mit der Zustimmung des nördlichen Nachbarn diesen primär vor dessen Hunden schützen. Auch Carport, Gewächshaus und Lager wurden einstimmig abgesegnet. Ein geringfügig größerer Neubau anstelle einer bestehenden Garage in Höhengau 4 erhielt ebenso die einstimmige Zustimmung wie auch ein Holzzaun nach Osten in der Gartenstraße 19.
Schwieriger gestaltete sich jedoch der Antrag auf eine Stützmauer aus L-Steinen im Steinacker 8 in Ursulapoppenricht. Diese wurde genehmigt, doch mit der Einschränkung, dass zum öffentlichen Weg hin die Abgrenzung mit Natursteinen belassen werden soll.
Unisono wurden die Bauleitplanungen der Gemeinde Vilseck-Reisach und von Hiltersdorf-Süd abgesegnet.
Über zwei Stunden hatten Zuhörer auf den letzten Tagesordnungspunkt, der Baumpflanzung im Friedhof, warten müssen
Das Gremium nahm deren vorgetragene Bedenken ernst, doch entschied man sich mit sieben zu drei für das Pflanzen von sechs Ginkgobäumen. Gründe hierfür waren neben dem positiven Gestaltungselement und über das kühlende Schattenspenden hinaus die Wurzelsperren der Bäume, das regelmäßige reduzierende Schneiden und das alljährliche Entfernen des zeitbegrenzten Laubabwurfs durch den Bauhof.
Bürgermeister Dominik Sachsenhauser berichtete zudem von vielen positiven Stimmen, die sich nicht nur ihm gegenüber für die neuen Urneninseln mit Sitzgelegenheit und Schattenbaum ausgesprochen haben, was ja bereits im April beschlossen und veröffentlicht worden war.
Letzter Punkt vor der anschließenden nicht-öffentlichen Sitzung war die Nominierung eines Lenkungsausschusses für die Quartiersentwicklung des Marktes. Hierfür werden die „großen Meilensteine“ im Gemeinderat gesetzt, der bestehende Bauausschuss solle hierfür nun als Lenkungsausschuss fungieren.
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