Kirwabaumaustanzen: Höhepunkt des heutigen Sonntagnachmittags

Höhepunkt des Sonntagnachmittags am Marktfest war wieder das Kirwabaamaustanzen, aus dem Tanja Krieger und Tobias Christau als Oberkirwapaar hervorgingen. Viele weitere sportliche und lukullische Angebote offerierten die Hahnbacher Vereine und Organisationen den Besuchern im Herzen des Marktes.

Schweiß lief in Strömen rund um den 36 Meter hohen Kirwabaam sicher vor allem beim Austanzen der 19 jungen Paare. Die Haflingermusi aus Kemnath am Buchberg, bestehend aus drei Mann und einer Frau, spielten gewohnt bestens auf mit Walzern, Zwiefachen, Märschen, Polkas, Schreittänzen und als Höhepunkt mit dem Bandltanz.

Kaum Zeit zum Luftholen blieb den Paaren dazwischen, da lautstark die kirwatypischen Fragen zu beantworten waren, wie „Wer hoat Kirwa?“- „Mir hom Kirwa!“ usw. oder „Wia feiern die Siassa?“, worauf sich alle auf den Boden zu werfen hatten, um dann beim Ruf „Und so feiern mir!“ wie wild auf dem Podium zu hüpfen. Ja, anstrengend war die gute Stunde bei gefühlten 40 Grad auf jeden Fall. Eine Krachlederne hat es sogar „im Spagat“ zerrissen, aber ihr Träger „kämpfte“ tapfer bis zum Ende.

Über einen Zeitraum von sieben Wochen mit ein- bis zweimaligen Treffen hatte Stefan Gericke die Tänze mit den Paaren einstudiert. Diese dankten ihm mit einem feinen Kirwamesser. Julia Gebhard und Christian Seifert wurden für ihre Teilnahme über zehn Jahre hinweg mit passenden Geschenken ausgezeichnet.

Nicht weit vom Kirwabaam, im Klostergarten gab es ebenfalls „dufte Bienen“ zu bewundern, allerdings von der summenden Sorte. Marianne Metzner zeigte dort an einem Schaukasten Bienen und deren Königin und erklärte Jung und Alt fachgerecht Wissenswertes über die Imkerei. Auf Schautafeln und in einem Quiz konnte man vieles lernen und sogar verschiedenen Honig probieren.

Für die Kinder gab es auf der Festmeile eine große Auswahl an Spielen. Dosenwerfen, eine Luftballonspickerwand, Torwandschießen, ein Kicker, verschiedene Bewegungsspiele beim Tenniclub und ein Bierkrügelschieben verlangten Können und Mut. Wer dann Hunger auf Süßes oder Eis hatte, wurde ebenso fündig, wie die Eltern bei deftigeren Speisen oder leckeren Torten und Kuchen.

Eine Ausstellung im Rittersaal interessierte viele Besucher. Herbert Demleitner hatte dort beispielhaft und anschaulich die Geschichte der Sterbebilder erklärt und mit vielen Beispielen belegt. Ludwig Graf, Andreas Sichelstiel und Peter Wlach präsentierten alte Häuseransichten von Hahnbach und Umgebung und deren jetziges Aussehen in Gegenüberstellung.

Darüberhinaus informierten sie über manche Genealogie. Gemeinsam riefen sie dazu auf, alte Ansichten auf Fotos oder Postkarten ihnen zu melden. Sie würden dann auch, so es gewünscht werde, gerne in die Familien kommen, um diese vor Ort einzuscannen, um sie für die Nachwelt zu retten.

Viele Besucher interessierten sich für die Bilderausstellung im Rittersaal

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Perfekt klappte auch der von Stefan Gericke einstudierte Bandltanz der Kirwapaare

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Das Oberkirwapaar, Tanja Krieger und Tobias Christau, freute sich über ihr Glück

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„Wo bleiben bloß die Bonbons?“ fragten sich die jungen Damen ungeduldig

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Marianne Metzner informierte begeisternd über Bienen und die Imkerei (Foto: jhi)

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(Foto:jhi)

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Geschick und Zielgenauigkeit war gefragt beim Luftballonspicken mit Dartpfeilen

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