„Besondere Menschen“ in Hahnbach heute Teil 22 - Jürgen Weiß, Verwaltungsfachangestellter und Beauftragter für Feuerwehren und Inklusion

Wohl jeder kennt Jürgen Weiß, der in seinem Rollstuhl immer wendig, freundlich und kompetent für die meisten Besucher die angenehme und perfekte Anlaufstelle in der Gemeindeverwaltung Hahnbach ist

Er arbeitet dort als Verwaltungsfachangestellter und ist zudem Beauftragter für Feuerwehren und Inklusion. Er wurde am Fest des heiligen Nikolaus 1979 dem Landwirtschaftsmeister Otto und seine Ehefrau Kunigunda Weiß, einer Näherin aus Waidach, geboren.

Aufgewachsen ist er in Dürnsricht auf dem landwirtschaftlichen Hof der Eltern mit zwei Brüdern und einer Schwester.

An Kindheitserinnerungen fällt ihm spontan ein, dass viel draußen gespielt wurde und man abends auch immer mit im Stall war. Auch bei Feldarbeiten oder im Wald sei er, so lange er denken kann, immer schon dabei gewesen, wenn er nicht gerade bei der Oma auf dem Hof helfen musste.

Doch Jürgen Weiß kennt nicht nur Dürnsricht und Hahnbach. Mit der Nationalmannschaft im Para-Sportschiessen war er für Qualifikationswettkämpfe in den USA, in Australien und noch ein paar weiteren Ländern, dort durfte er bereits sein Können beweisen

Gerade auch dort hätten ihn die verschiedenen Menschen aus aller Welt beeindruckt. Manche Gespräche, Eindrücke und Erlebnisse seien da für ihn lebensprägend gewesen, betont er und hätten ihm einen anderen, weiteren Blick auf das Leben und die Welt geschenkt.

Er selber steht mit manchem ehrenamtlichen Engagement „mitten im Leben“ und hofft damit „doch dem einen oder anderen geholfen zu haben“.

Der absolute Wendepunkt in seinem Leben war natürlich sein Motorradunfall 1997 mit der folgenden Querschnittslähmung. Dies stellte damals erst mal alles und seine ganze Lebensplanung „auf den Kopf“

Doch Jürgen Weiß ließ sich nicht unterkriegen. Immer wieder gab er nicht auf und fasste er neuen Lebensmut.

Heute weiß er, dass er dadurch auch so viele wunderbare Erfahrungen gemacht hat, die sich „in einem normalen Leben“ wahrscheinlich nie ergeben hätten.

Sehr gern erinnert er sich an die verschiedenen Reisen mit den Sportschützen und den Rollstuhlbasketballern. Mit ihnen ist er in verschiedene Länder gekommen, hat dort einiges gesehen, und auch äußerst interessante und bereichernde Menschen getroffen.

Das Sportschießen bleibe seine liebste Freizeitbeschäftigung, da es ihn körperlich und geistig fordere, versichert er. Super sei auch, dass man dort immer wieder neue Leute kennenlerne und sich mit Menschen mit und ohne Handicap sportlich messen könne.

Sehr gefreut haben ihn die mehrfachen Auszeichnungen als „Sportler des Jahres“ im Landkreis Amberg-Sulzbach und natürlich auch „mehrfacher Deutscher Meister im Sportschießen“ zu werden. Die Teilnahme an zwei Weltmeisterschaften im Sportschießen waren bislang Höhepunkte seiner Karriere als Sportler, an die er sich mit berechtigtem Stolz gerne erinnert.

In und an der Marktgemeinde Hahnbach gefallen ihm am besten die Landschaft und das große Angebot in der Gemeinde. Hier sei immer was geboten, bei Vereinsfesten und vielen Veranstaltungen, die er gerne besuche.

Angst macht ihm zurzeit der Krieg in der Ukraine und die damit verbunden Folgen für die globale Welt.

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