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Vilseck: Mit singendem Nachtwächter Tschung durch die Stadt

Am 3. Januar wird er 84. Das jedoch könnte ein Zahlendreher sein. Sein Mundwerk geht noch wie mit 48, und fit ist er auch. Die Rede ist von Vilsecks Nachtwächter Josef Eierer, den die meisten aber nur unter dem Namen "Tschung" kennen.

„Seine Stadtführung zum Jahresschluss lassen wir uns nie entgehen“, erklären zwei Vilseckerinnen. „Für uns ist es immer wieder interessant, wie und was Tschung so erzählt“, fügen sie an. Das Besondere dabei sei stets, wie er Kulturelles mit Humorvollem verbinde.

Auch bei diesem Stadtrundgang liefert der Nachtwächter wieder ein Meisterstück ab. Unter dem Christbaum am Marktplatz begrüßt er eine große Gästeschar. Er zieht mit ihnen in die Herrengasse und lockt sie geschickt hinter das Weihertor, wo er natürlich gleich Werbung für den touristischen Anziehungspunkt, die Vilsauen, macht. Die Stadtgeschichte kommt dabei nicht zu kurz.

Mit Hellebarde und Laterne führt Tschung seine Zuhörer hinauf zur Burg Dagestein und plaudert dort im Angesicht des Bergfrieds aus dem Nähkästchen eines Türmers. In der Froschau staunt sein Anhang nicht schlecht, als er auch noch einige Gstanzln zum Besten gibt und dabei die Lacher auf seiner Seite hat.

Dann geht es durch das Houdergassl zur Breiten Gasse und Klostergasse in Richtung Pfarrkirche und altes Schulhaus. Dass er auch hier lustige Anekdoten einstreut, versteht sich von selbst. Makaber aber ist im Zwingerfriedhof, als Tschung von einem Begräbnis eines Scheintoten erzählt. Wie die Geschichte endet, will die Schreiberin hier nicht bekanntgeben und somit zu einer der nächsten Stadtführungen einladen.

Den Nachtwächter kann man nämlich im Tourismusbüro der Stadt Vilseck jederzeit auch für Klassentreffen, Familienfeiern und Vereinsfeste buchen.

Zum Abschluss jedoch fehlt nie der Besuch im Träumergässchen, wo es dem Nachtwächter ein Bedürfnis ist, seine Frau Anna Margaretha mit einzubinden. Sie ist sehr stolz auf ihren Josef und unterstützt ihn, wo sie kann. Und deshalb gibt sie jedem Teilnehmer auch immer ein Schnäpschen oder eine Praline aus, natürlich nur zum Aufwärmen, schmunzelt sie.

„Der Josef aber bekommt sein Gläschen erst später, denn der muss ja noch am Vogelturm seinen Neujahrsspruch fehlerfrei aufsagen können“. Und das tut er dann auch.

Auf dem Marktplatz begrüßt Nachtwächter Tschung eine große Besucherschar zur Führung durch Vilsecks Altstadt

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