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Vilseck: Altes Forstamtsgebäude längst Vergangenheit


Das ehemalige bayerische Forstamtsgebäude in Vilseck muss dem Straßenbau weichen und fällt der Spitzhacke zum Opfer, dies schrieb der damalige Reporter Ludwig Lingl 1972 in der Amberger Zeitung. In zwei Tagen machte die Firma Rößner aus Amberg das Gebäude dem Erdboden gleich.

Doch nun der Reihe nach. Nach einem Großbrand am 23. August 1864, dem in der Breiten Gasse und auf dem Marktplatz 23 Anwesen zum Opfer gefallen waren, erwarb der Staat die Brandstätten des ehemaligen Schwanenwirtes Lotta und der Landarztwitwe Gräßmann.

Er vereinigte die Grundstücke mit der Brandstätte des alten Forstamts, des ehemaligen Kastenhofs und erbaute 1865 am Eck das Forstamtsgebäude. Dahinter schloss sich ein geräumiger Hof mit Nebengebäuden und einem großen Hausgarten an.

Von 1865 an amtierte das Forstamt nunmehr in diesem Haus, indem mehrere Amtsräume und Dienstwohnungen waren. Über dem Eingang prangten das bayerische Wappen und ein Hirschgeweih.

Nach Errichtung des Heeresforstamts Grafenwöhr-Altneuhaus im Jahr 1938, dem die Betreuung des Truppenübungsplatzes oblag, wurde das Vilsecker Gebäude in eine Forstaußenstelle umgewandelt. Es war dem Forstamt Etzenricht unterstellt und später dem Forstamt Amberg. Im Vilsecker Forstamts-Gebäude wohnte nach dem Krieg auch Dr. Georg Naber mit Familie und unterhielt dort seine Zahnarztpraxis.

Ende der 1960er Jahre wäre eine umfassende Sanierung und Modernisierung nötig gewesen. Außerdem stand dieser Steinkoloss so ungünstig, dass der Verkehr sehr behindert war. Deshalb fassten die Stadtväter 1971 den Beschluss, das Gebäude abzureißen, die Straße übersichtlicher zu gestalten und gleichzeitig das alte Kopfsteinpflaster zu entfernen. Auch war geplant, dort ein neues Rathaus zu bauen. Doch diese Idee wurde nach vier Jahren wieder verworfen.

Die Volksbank Amberg erwarb schließlich das Grundstück und baute dort ein neues Bankgebäude für ihre Vilsecker Zweigstelle, sowie ein Mietshaus, in dem das Notariat untergebracht ist.

Ein Jahr nach Abbruch des Forstamts wurde auch das Amtsgericht auf dem Marktplatz abgerissen. Der neue, übersichtliche Straßenverlauf und die neue Parkanlage mit dem Brunnen waren sicher ein Gewinn für die Altstadt. Und heute kann man es sich kaum mehr vorstellen, wie es früher dort aussah.

Das alte Forstamt wurde 1972 abgerissen. Die Volksbank Amberg erwarb das Grundstück und errichtete dort ihre Zweigstelle Vilseck

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Die Fassade des Forstamts (links) von der Breiten Gasse aus gesehen in den 1960er Jahren. Rechts das Anwesen von Franz Winkelmaier, im Hintergrund das Pflegschloß

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