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Vilseck: Christkindl-Schlitten in der Kirche - Schaukasten erfreut Alt und Jung

Groß war die Überraschung bei Alt und Jung, als im Advent des Vorjahres plötzlich wieder der besondere Kasten in der Kirche stand, indem das Christkind auf dem Schlitten seine Runden dreht. Was hat es damit auf sich?

1954 hatte Benefiziat Alois Hirschberger die Idee, eine kleine Attraktion für Kinder zur Weihnachtszeit zu fertigen. Eduard Bosser von der Kolpingsfamilie setzte dann die Idee in die Tat um. Tage und Nächte baute er fast ein halbes Jahr lang an dem Projekt. Er sägte mit der Laubsäge kleine Häuser aus und setzte sie zur Stadt Betlehem zusammen.

Der Hügel, auf dem die Häuschen festgemacht wurden, entstand aus Korkeiche. Darunter setzte Bosser eine Platte, die mit einem alten Grammophon-Motor angetrieben wurde. Der Schaukasten wurde mit Plexiglas verkleidet. Schwester Sebastiana schnitt aus einem dunklen Stoff unzählige Sterne aus und zauberte damit einen Sternenhimmel, durch den das Licht fiel.

Beim Einwurf von 10 Pfennigen setzte sich die Mechanik, die aus primitivsten Mitteln entstanden war, in Gang, und das Christkind kam zum Vorschein. Es saß auf einem Schlitten, den ein Engel lenkte und der von zwei Schäfchen gezogen wurde. Wenn das Gefährt aus dem Hintergrund ans Licht kam, spendete das Christkind den Segen. Dazu ertönte mittels eingebauter Spieluhr ein Weihnachtslied. Der Bene, so nannte man Alois Hirschberger, leerte jeden Abend den Behälter mit den eingeworfenen Münzen aus.

Das mechanische Christkindl war damals eine Sensation. Eltern und Kinder kamen ins Gotteshaus und freuten sich, wenn sich das Christkind in Bewegung setzte.

Doch eines Tages war der Schaukasten verschwunden, und mit der Zeit geriet er in Vergessenheit. Fast 30 Jahre fristete er auf dem Pfarrhof-Stadl ein trauriges Dasein. Durch Zufall stießen Kirchenpfleger Thomas Pröls und Mesnerin Michaela Kreuzer wieder auf das gute alte Stück.

Kurz entschlossen wurde es gesäubert und getestet. Und siehe da, es funktionierte wie eh und je. Pröls und Kreuzer transportierten die Konstruktion zur Kirche und stellten sie neben dem Kreuzaltar auf. Sicher tun sie das in der Adventszeit auch heuer wieder, denn es sollen sich noch weitere Generationen am Kripperlschauen erfreuen.

Dem jetzt 85-jährigen Hersteller dieses Kleinkunstwerkes, Eduard Bosser, gilt dafür noch heute Dank und Anerkennung. Er freut sich, dass sein Konstruktion wieder aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurde.

Der besondere Schaukasten mit dem fahrenden Christkind soll auch heuer in der Weihnachtszeit die Herzen der Kinder höher schlagen lassen

alt

 

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