Alt werden Zuhause in Hahnbach

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Hahnbach hat eine neue Streuobstwiese und „Bürgermeisterbienen“!

Im Herbst des vergangenen Jahres trat Hahnbachs Bürgermeister Bernhard Lindner mit der Idee einer neuen Streuobstwiese an Josef Moosburger, den Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Hahnbach, heran. Nach internen Besprechungen entschied sich schon bald die Führung des Vereins diese Herausforderung anzunehmen, zumal Lindner finanzielle Unterstützung und die Hilfe des Hahnbacher Bauhofs zusagte.

Noch im Herbst 2019 wurden auf der „Süßer Höhe“, so der Flurname, auf dem ersten, westlichen Teil des über 4000 Quadratmeter großen Ackers sechs verschiedene Obstbäume gepflanzt. Jährlich soll die Obstplantage kontinuierlich erweitert werden.

Windschutz bietet ein Pflanzwall mit 3 Meter Breite und 40 Meter Länge nach Süden und ein weiterer im Norden, der zwei Meter breit und 25 Meter lang ist. Hier finden sich Weißdorn, Felsenbirnen, Schlehen, Wildrosen, Berberitzen und Liguster.

In diesem Frühjahr kamen auf dem großen Areal zusätzlich 19 schwach wachsende Obstbäume hinzu sowie eine so genannte Benjeshecke. Dies ist ein aus Ästen und Strauchwerk geflochtener Schutzdamm, der als Brutmöglichkeit für Vögel und Kleingetier fungiert.

Am östlichen Ende wurde Mähgut angehäuft, um auch hier manchen Nützlingen Unterschlupf zu bieten. Totholzstämme für Insekten und eine Sitzstange für Greifvögel, zur Bekämpfung eventueller Mausplagen, ergänzen die Naturecke.

Ein weiteres Highlight ist ein Bienenstock, den Moosburger aus einem großen hohlen Baumstamm angefertigt hat. Die Zimmerei Hans Weiß spendete hierzu das Grundmaterial. Unter der fachkundigen Anleitung der Imkerin Martina Riedl entstand schließlich ein neues Zuhause für Honigbienen.

Im vergangenen Monat büchsten dann  - ganz im Gegensatz zum allgemeinen Lock-Down  - einem Imker ein Schwarm Bienen mit ihrer alten Königin aus. Ausgerechnet im Garten von Bürgermeister Bernhard Lindner ließen sie sich nieder, wo sie Frau Riedl freudig abholen durfte. Jetzt haben wir „echte Bürgermeisterbienen“, wurde geschmunzelt.

Eine neu gezüchtete Königin, gut aufgebettet in Futterteig, und den Schwarm brachte Familie Riedl nun zum Bienenstock. Assistiert von ihrem Mann Stefan und gespannt beobachtet von den Kindern Simon, Aaron und Veronika setzte die engagierte Imkerin vorsichtig Bienen und Königin ein.

Die beiden interessierten Vorsitzenden des OGVs, Josef Moosburger und Gerald Schuller, überraschte sie mit süßem Naturwabenhonig, den diese sich gleich schmecken ließen.

Gespannt beobachteten alle die Bienen, welche sich in den Stamm drängten, um dort die Königin freizufressen und sicher umgehend mit dem Bau der Waben zu beginnen. Ein Warnhinweis wird von Martina Riedl in unmittelbarer Nähe des Zeidlerstockes noch befestigt.

Bei einem Arbeitseinsatz des Vereins wurde neben dem Entfernen der wuchernden Unkräuter zusätzlich noch ein Steinwall in der „Umweltecke“ angehäuft, der für Echsen und sonnenliebende Kriechtiere gedacht ist. Große Freude herrschte dort auch über den Nachwuchs der ersten Rebhühner, deren Küken sich auf der Streuobstwiese offensichtlich auch sehr wohl fühlen.

Doch das Leben auf der Streuobstwiese zeigte leider auch schon Schattenseiten: Rehe hatten nämlich wichtige Triebe der vielen neu gepflanzten kleinen Obstbäume verbissen, so dass diese nun mit Drahtkörben gesichert werden mussten.

Ankunft der Bienen

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