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Vilseck: Arma-Christi-Kreuz für Konnersreuth - Heinrich Deinzer bereichert Museum

Das wollte er schon immer einmal machen! Doch es vergingen viele Jahre. Während der Coronakrise nun schritt Heinrich Deinzer aus Vilseck zur Tat und fertigte ein Arma-Christi-Kreuz an nach den Visionen der Therese Neumann aus Konnersreuth, das nun im dortigen Museum einen Platz finden wird.

Das lateinische Wort Arma bedeutet Waffen oder Bewaffnung und bezeichnet hier die Leidenswerkzeuge bei der Kreuzigung Christi. Beim Arma-Christi-Kreuz handelt es sich um ein spezielles Kreuz, bei dem statt des Korpus die sogenannten Leidenswerkzeuge abgebildet sind.

Schon ein persönliches Zusammentreffen mit der Konnersreuther Resl 1959 faszinierte Deinzer sehr. Auch ein Arma-Christi-Kreuz im Freilandmuseum Neusath-Perschen fachte seinen Plan weiter an.

Das Buch von Johannes Steiner „Therese Neumann von Konnersreuth; ein Lebensbild nach authentischen Berichten, Tagebüchern und Dokumenten“, gab schließlich den Ausschlag zur Anfertigung. In diesem Buch sind die Karfreitags-Visionen der Resl von der Kreuzigungs-Szene genau beschrieben, die jedoch in vielen Details krass von den gängigen Kreuzigungsdarstellungen abweichen.

So entstand in Deinzers Bastelgarage ein besonderes Kreuz mit Gegenständen, die vor mehr als 2000 Jahren bei Jesu Kreuzigung verwendet wurden. Alle Details haben eine besondere Funktion und Bedeutung. Es zeigt die beiden nach oben gerichteten, versetzt angebrachten Quer-Arme, oben das Brett mit der Kreuzesinschrift, darunter eine helmartige Dornenkrone.

In der Mitte befindet sich der Strick zum Festbinden des Körpers, unter der Fußstütze die Stäbchen für die Gewandverlosung. Oben sind Seile angebracht, die das Gebälk nach dem Aufstellen in der Senkrechten halten. An den beiden Seitenarmen hängen Hammer und Zange. Links ist das Rohr mit dem Essigschwamm und rechts ein Pilum, ein Wurfspieß, wie er zur damaligen Zeit im römischen Heer gebräuchlich war.

Alle verwendeten Nägel sind handgeschmiedet und stammen aus einer alten Scheune.

Nun bot Heinrich Deinzer das Kreuz der Marktgemeinde Konnersreuth als Geschenk an. Auf seine Anfrage hin erfuhr er von Bürgermeister Max Bindl, dass dort nächstes Jahr ein Theres-Neumann-Museum eröffnet wird. Ein glücklicher Zufall!

Hocherfreut nahm das Gemeindeoberhaupt nun das Arma-Christi-Kreuz aus den Händen von Heinrich Deinzer entgegen. „Dieses besondere Kreuz ist beeindruckend“, stellte Bindl fest. „Seine starke Aussage steht in direkter Verbindung zum Leben der Therese Neumann und wird deshalb einen würdigen Platz in unserem neuen Museum finden.“

Heinrich Deinzer (links) übergibt sein selbstgefertigtes Arma-Christi-Kreuz an den Konnersreuther Bürgermeister Max Bindl. Es soll zusammen mit einer Texttafel im dortigen Theres-Neumann-Museum, das im Mai 2021 eröffnet wird, ausgestellt werden

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