Vilseck kann Fasching - Prunksitzung 2026 des Heimat- und Kulturvereins
Mit dem Einzug der Hofdamen des Heimat- und Kulturvereins in ihren prächtigen Kleidern und der Aufführung ihres Schreittanzes kam gleich zu Beginn festliche Stimmung im Saal auf

Dass in Vilseck in der närrischen Zeit allerhand geboten wird, stellte auch der Heimat- und Kulturverein (HKV) mit einer tollen Prunksitzung unter Beweis. Kein Wunder, dass die Mehrzweckhalle bei diesem turbulenten Treiben bis auf den letzten Platz besetzt war und dass die Narrenschar ihre Begeisterung mit viel Applaus zum Ausdruck brachte.
Zwar ohne Prinzenpaar, jedoch mit Elferrat, Prinzen- und Jugendgarde war den närrischen Hoheiten Genüge getan.
Dass auch das Zuschauen durstig machen kann, beweisen acht der elf Elferräte

Ansager Thorsten Grädler (rechts) als Faschingsprinz in spe, unterstützt von Conférencier Conchita Wurst, alias Dominik Gruber, führten durch den kurzweiligen Abend

„Spieglein, Spieglein in der Hand, wer wird wohl Bürgermeister im Vilsecker Land?“ So fragte HKV-Vorsitzende Barbara Schneider als Schneewittchen (am Rednerpult) und deutete auf die schönsten Männer im Wahlkampf hin, deren Konterfeis auf der Bühne gezeigt wurden

Sie wies auch gleich den neuen Rathauschef und seine First Lady auf die künftigen Aufgaben hin. Auch könne sie sich gut vorstellen, in ein paar Jahren mal eine Bürgermeisterin in der Großgemeinde zu haben.
Mit ihrem Pizza-Sketch ernteten Julia Möbus und Michael Wiesmeth viel Beifall. Dies taten auch Agnes Rauscher und Gerhard Schneider, die als Bauer und Tochter die Lacher auf ihrer Seite hatten.
Nach einem zackigen Gardetanz der Jugendgarde legte auch die Prinzengarde des FV Vilseck unter dem Motto „Brazil“ einen Showtanz der Extraklasse aufs Parkett.
Die Jugendgarde des Fußballvereins Vilseck zeigt ihr tänzerisches Können

Brasilianisch präsentieren sich die Prinzengarde bei ihrem Showtanz

Auch der Vogelturm-Ratsch durfte wie jedes Jahr im Programm nicht fehlen. Heuer deckten Melanie Kussinger und Tobias Meidinger nicht nur die Dschungel-Probleme in den Vilsauen auf, sondern bemängelten auch den Kreisverkehr bei Axtheid-Berg. Sie nahmen außerdem das neue Burgschauspiel über den Vilsecker Teebaron Eilles aufs Korn.
Dagegen entpuppte sich der gespielte Arzttermin von Claudia Lindl und Agnes Rauscher im wahrsten Sinne des Wortes als Pipifax.
Ilona Weiß als „Kuni aus Sorghof“ nimmt in ihrer Büttenrede die Männer und sich selbst auf die Schippe

Als schließlich Ilona Weiß als „Kuni aus Sorghof“ vom Leder zog, blieb kein Auge trocken. Sie verstand es, mit einer Fülle von Tatsachen und Pointen aus dem wahren Leben voll zu punkten. Auch stellte sie fest, dass bei den heutigen Lebensmittelpreisen ihr Übergewicht als Kapitalanlage zu sehen sei, und dass ihr der neugekaufte Hula-Hoop-Reifen auf Anhieb wie angegossen gepasst habe.
Dagegen war die Gemeinderatssitzung der Lolamannen von wesentlich ernsterem Inhalt, aber dennoch nicht weniger lustig und hintersinnig.
Die immer noch aktive HKV-Garde zeigte danach einen italienischen Tanz.
Und vor fast 30 Jahren hatte eine weitere Tanzgruppe, die inzwischen als ehemalige Garde bezeichnet wird, ihren ersten Auftritt. Sie ist heute noch bei jeder Prunksitzung dabei und glänzte diesmal mit einem tollen Showtanz.
Im letzten Sketch bezeichneten Christoph Hann als Lola Montez, Dominik Gruber als Conchita Wurst und Michael Wiesmeth als Häuptling die Eschenwecker-Bratwurst als fleischiges Firmament am Metzgerhimmel.
Da konnten nur die Dagesteiner Musikanten ihren Senf dazugeben. Mit flotter Marschmusik zogen sie zum Finale auf die Bühne und luden die Besucher mit schmissigen Melodien zum Mitklatschen, Mitsingen und Schunkeln ein

Abschließend sei erwähnt, dass der Förderverein der Grund- und Mittelschule Vilseck die Bewirtung zur Zufriedenheit aller an diesem Abend übernommen hatte.
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