Alt werden Zuhause

„Kinaesthetics ist keine Technik, es ist Bewegung und Bewegung ist Leben“

„Kinaesthetics ist keine Technik, es ist Bewegung und Bewegung ist Leben“

AOVE gibt in Zusammenarbeit mit der BARMER und Kinaesthetics Deutschland ersten Grundkurs in der Region

(ads) Angehörige leisten 365 Tage im Jahr Enormes bei der Versorgung von pflegebedürftigen Verwandten und bedürfen einer Unterstützung. Aus diesem Grund hat die AOVE im Rahmen des Projekts „Alt werden zu Hause“ den ersten Grundkurs „Kinaesthetics für pflegende Angehörige“ in der Region angeboten.

13 Teilnehmerinnen wurden im Rahmen des Grundkurses 21 Stunden an zwei Wochenenden darin unterrichtet die Qualität der eigenen Bewegungen sowie der ihrer Pflegebedürftigen zu verbessern und wurden zum Abschluss mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Der Grundkurs „Kinaesthetics für pflegende Angehörige“, den die AOVE in Zusammenarbeit mit Kinaesthetics Deutschland und der Barmer Ersatzkasse realisierte, wurde von den Kinaesthetics-Trainerinnen Margarete Hirsch aus Hahnbach und Helene Schäffer aus München geleitet. Die Sozialstation Hirschau stellte den Kursraum.

„Bewegung ist das A und O“, war eine der Grundaussagen der Trainerinnen in dem Kinaesthetics-Grundkurs, in dem sich die Teilnehmerinnen mit der eigenen Bewegung bei alltäglichen Aktivitäten, die bei der Pflege von Angehörigen entstehen, auseinandersetzten.

Den Teilnehmerinnen wurde bewusst gemacht, dass die Qualität der Bewegungen einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit hat. Eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde und selbstständige Lebensgestaltung sei die Fähigkeit, die eigene Bewegung an veränderte Bedingungen anpassen zu können, so die Trainerinnen.

„Die bewusste Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung sowie die Entwicklung der Bewegungskompetenz leisten bei jedem Menschen jeden Alters einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheits-, Entwicklungs- und Lernförderung“, so die Kursleiterinnen.

Bei einem Abschlussgespräch teilten die Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen im Kurs folgendermaßen mit: „Kinaesthetics ist keine Technik, es ist Bewegung und Bewegung ist Leben. Kinaesthetics ist Grundwissen und Lernprozess, fördert die Gesundheit und bietet eine bestimmte Sicherheit“.

Die Teilnehmerinnen berichteten, dass sie im Kurs ein bestimmtes Grundwissen erlernen, es einüben und dann motiviert worden seien, das Wissen zu Hause in die Praxis umzusetzen. Im Kurs hätten sie die Bedeutung der Patientenmotivation kennengelernt und die Fähigkeit zur Umsetzung erlernt. Sie wären für die eigene Bewegungswahrnehmung sensibilisiert worden und hätten Bewegungskompetenz erlangt, wie den Umgang mit Gewicht, Essen und Trinken, Bewegung mit Hilfsmitteln, im Bett, im Rollstuhl und schonendes Arbeiten erlernt.

Eine ganz entscheidende Rolle habe nach Aussagen der Teilnehmer die Gruppendynamik gespielt. Aus der Gruppe seien Impulse zur Lösung der jeweiligen Probleme gekommen. Diese wurden dann in der Gruppe in Einzel- und Partnerarbeit ausprobiert und konnten zu Hause dann umgesetzt und daran weitergearbeitet werden.

Von großer Bedeutung sei der Erfahrungs- und Gedankenaustausch unter den Teilnehmern gewesen, waren sich die Teilnehmer einig.

„Der Kurs ist ein hervorragendes Werkzeug zur Verbesserung der Lebensqualität für den zu Pflegenden und zur Verbesserung der Pflegequalität für den pflegenden Angehörigen“, so die begeisterten Teilnehmer.

Zum Abschlusstreffen waren Hirschaus Bürgermeister Hans Drexler, der Initiator des Grundkurses Josef Hirsch aus Hahnbach, Leiter der Caritas Sozialstation Hirschau Richard Sellmeyer und die AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer gekommen, die den Teilnehmern zu ihrem Zertifikat gratulierten.

Aufgrund der großen Resonanz des Kurses ist im Herbst ein weiterer Grundkurs geplant, auf Anregung der Kursteilnehmer ist auch ein Fortgeschrittenenkurs angedacht.
Übung macht die Meisterin, nicht nur in Kinaesthetics...


Überreichung der Zertifikate an die Teilnehmerinnen
von links: Waltraud Lobenhofer, AOVE-Geschäftsführerin, Josef Hirsch, Hilfelotse rund ums Alter der Gemeinde Hahnbach, Bürgermeister Hans Drexler, Hirschau, Margarete Hirsch, Hahnbach und Helene Schäffer, München, beide Kinaesthetics-Trainerinnen der Stufe III

 

Bilder aus dem laufenden Kinaesthetics-Grundkurs für pflegende Angehörige von Alt werden zu Hause in Zusammenarbeit mit der BARMER Bettsituation


Hier ging es um die Frage - wie kann ich jemanden unterstützen - im Bett eine andere Position einzunehmen? Eigenerfahrung - und mit anderen Kursteilnehmern üben - war eine wichtige Erfahrung und ein ganz wichtiger Schulungaspekt.


...das mit dem Auto
, die Kursteilnehmerinnen wollten die Bewegungen im Auto selbst erfahren um dann die Bewegungen mit dem Klienten besser erspüren zu können.

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AWZ-HAHNBACH