Beim 50. Gründungsjubiläum des örtlichen Kultur-Ausschusses wurde Hahnbacher Vereinsleben gefeiert

Bürgermeister Bernhard Lindner (links) sagte Dank „allen, die sich einbringen, auch und vor allem dem Vorsitzenden Georg Götz (rechts). Ingrid Kurz, Witwe des HKA-Ausschuss-Gründers Manfred Kurz, und der ehemalige Vorsitzende Manfred Koller (2.ter von links) erhielten Geschenke überreicht, ebenso die Vertreter der Vereine und die „stillen Helfer, die alle den Fortbestand der Kultur garantieren“

„In Hahnbach wird nicht über Kultur geredet, sondern wird Kultur gemacht“. Mit diesen Worten beschrieb Bürgermeister Bernhard Lindner die Arbeit des Hahnbacher Kulturausschusses (HKA).

Im Saal des Gasthauses Ritter wurde das 50-jährige Jubiläum dieses Gremiums gefeiert, und gefühlt halb Hahnbach nahm daran teil.

Im Rahmenprogramm spiegelte sich das vielfältige Kulturleben der Marktgemeinde wider: Festliche Klänge der Jagdhornbläser, humorvolle Lieder der Hahnbacher Sänger und schwungvolle Tänze der Kirwa-Paare trugen zu einer festlichen Atmosphäre teil.

Als Lebensader der Gemeinde bezeichnete der Vorsitzende Georg Götz den HKA, in dem mehr als siebzig Vereine und Gruppen mitarbeiten. Sie kommen aus den Bereichen Feuerwehr, Sport, Natur, und Musik, vertreten sind die Frauen, die Kommunalpolitik, die Reservisten und insbesondere auch die Jugend.

Dass die Mädchengruppe und der Burschenverein den Jubiläumsabend mitgestalteten, bestätigt die These des Bürgermeisters: „Unser Kulturerbe hat einen hohen Stellenwert, es machen alle mit, wir wachsen zusammen“.

Georg Götz, der zweite Hahnbacher Bürgermeister, ist seit 2018 Vorsitzender des Kulturausschusses. Er erinnerte an den verstorbenen Manfred Kurz, der 1973 zum ersten Vorsitzenden gewählt worden ist.

Sein Nachfolger wurde 1978 Franz Erras, der als „Kultur-Franz“ insgesamt 35 Jahre „die treibende Kraft“ des HKA war und 2016 zum Ehrenvorsitzenden geadelt wurde. Die gleiche Ehre wurde dem verstorbenen Martin Wild für 23 Jahre in diesem Amt zuteil, der Nachfolger von Manfred Koller war.

Die Gründer des Kulturausschusses vor fünfzig Jahren, so Georg Götz, wollten ein oberstes Gremium haben, das die Interessen der Vereine im Gemeinderat vertreten könne, die Vereinsarbeit fördern und koordinieren solle, um damit das Freizeitangebot in und um Hahnbach zu vergrößern. Jeweils ein Vertreter pro Gruppe wird seitdem in den Ausschuss gewählt.

„Wir können stolz darauf sein, was in den vergangenen fünfzig Jahren daraus geworden ist“, bilanzierte Bürgermeister Lindner, nachdem Georg Götz in einem „Rückblick mit Bildern“ die jährlichen Veranstaltungen unter dem Dach des HKA aufgezeigt hatte.

Auf den Neujahrsempfang folgten in früheren Jahren mehrere, heute nur noch zwei Faschingsbälle.

Der Faschingszug zieht von 1973 bis heute Besucher aus der ganzen Region an. Erstmals 1982 fand das Marktfest statt und ist nach wie vor ein wichtiger Termin im Veranstaltungskalender.

Das Ferienprogramm wird seit 1990 angeboten, ist alle Jahre ein beliebtes Angebot der Vereine für Kinder.

Den Adventsmarkt sprach der Vorsitzende an, die Müll-Sammel-Aktion Rama Dama, Hutzaabende daheim und auch an anderen Orten in ganz Deutschland und last but not least das Hahnbacher Jubiläums-Großereignis „900 samma“.

Götz dankte allen, die zum Gelingen dieser vielen Veranstaltungen beigetragen haben, nicht zuletzt auch der Marktgemeinde „für die nicht unerhebliche finanzielle Unterstützung des HKA und seiner Vereine“.

Der Bürgermeister sprach von einer gelungenen Symbiose von HKA und Gemeinde. Die zahlreichen Besucher und die Gäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft, seien ein Beweis für die Wertschätzung der Kulturarbeit, dafür gelte der Dank „allen, die sich einbringen, auch und vor allem dem Vorsitzenden Georg Götz.

Zum guten Schluss erweckte ex-Heimatpfleger Ludwig Graf mit einer Präsentation alter Fotos längst vergangene Faschingsfeste wieder zum Leben. Und Georg Götz wünschte seinem HKA und allen Hahnbacher Vereinen für die kommenden Jahre: „Wir wollen auch in Zukunft die Lebensader in der Marktgemeinde sein“.

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