Gemischter Chor Hahnbach spendet an RUNA MASI e.V. und Projekt „Herzenswunsch-Krankenwagen“ des Malteser Hilfsdienstes

Der Gemischte Chor unter Andreas Hubmann verfügt nicht nur über einen engagierten Dirigenten, schöne Stimmen, sondern offensichtlich auch über ein großes Herz

Ansonsten kämen die seit ihrer Gründung insgesamt gespendeten 13.090 Euro sicher nicht zustande. Dieses Jahr fiel die Wahl auf „Runa Masi“, einer „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Hochland von Bolivien, welches dort Wasserprojekte fördert und auf den „Herzenswunsch“ für Totkranke des Malteser Hilfsdienstes.

Schon beste Tradition ist das Adventskonzert, bei dem der große Chor in fast allen Sprachen von Bayrisch über Englisch, Spanisch bis hin zu Suaheli perfekt interpretierte Chorsätze zum Besten gibt.

Auch ihr Konzert im vergangenen Dezember fand, wie gewohnt, viel Anerkennung. Anstelle von Eintritten bat man auch wie immer um Spenden beim Ausgang. Gemeinsam wurde von den Frauen und Männern beschlossen, diese wieder an zwei gemeinnützigen Organisationen weiterzureichen.

Marianne Moosburger, zweite Vorsitzende des eingetragenen Vereins „Wasser zum Leben – Runa Masi“ stellte diesen gerne bei einer Chorprobe im Gasthof Ritter vor. So bedeute der Name so viel wie „Freundschaft“ und unterstütze seit 1987 die Campesinos, das sind die armen Bauern, im Gebiet von Ayopaya, nord-westlich von Cochabamba.

Nur Baumaterial, Transporte und Gerätschaften werden dabei finanziert, alle Arbeiten müssten vor Ort vollständig durch die Dorfgemeinschaft selbst erledigt werden. Auch werden die Gelder immer nur nach durch Fotos und Belege nachgewiesenen Fortschritten freigegeben.

Erst im vergangenen November war mit ihr eine Delegation aus der Oberpfalz vor Ort im Zentralort Independencia, wo das Centro Cultural Ayopayamanta alle Arbeiten und Projekte koordiniert. Die geförderten Projekte wurden inspiziert, um sich ein „Bild vor Ort“ zu machen. Erfreulicherweise konnten sie feststellen, dass dort jeder Euro gut angelegt wurde, man aber wohl noch lange weiter Hilfe für ein „einigermaßen würdevolles Leben“ brauche.

Äußerst beeindruckend war die erlebte Herzlichkeit und Dankbarkeit der Leute für Wasserleitungen oder eine Fotovoltaikplatte, um erstmals in ihrem Leben Licht, sprich eine Glühbirne, zu haben. Lebhaft berichtete Moosburger von den vielen Eindrücken der aufregenden Reise und dankte ganz herzlich für die Großzügigkeit des Chores, der einen symbolischen Scheck über 700 Euro überreichte.

Carsten-Armin Jakimowicz, Stadt- und Kreisbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes, stellte das Projekt „Herzenswunsch-Krankenwagen“ vor, wofür er 300 Euro bekam, um Wünsche in der letzten Lebensphase zu erfüllen. Der Radius reiche dabei von Tirschenreuth bis Landshut und schon könne man, dank der Spendengelder, über ein eigenes Spezialfahrzeug dafür verfügen, welches erlaube, auch während der Fahrt durch ein Fenster die Umgebung zu sehen.

Geschulte Ehrenamtliche und Fachpersonal arbeiten hier zusammen, um Manches möglich zu machen, welches alleine nicht (mehr) realisierbar wäre. Jakimowicz erzählte von Besuchen auf einem Reiterhof, in den Bavaria Filmstudios und auch der Verabschiedung von einem dementen Ehepartner als letzten Wunsch.

Leider käme aber zu einem Drittel die Äußerung des Wunsches bereits zu spät, bedauerte er und verwies auf den Fall einer jungen krebskranken Patientin, welche nur noch einmal mit einer Achterbahn fahren wollte, doch vorher verstarb.

Er bat deshalb, sich frühzeitig mit derartigen Wünschen an die Malteser zu wenden, die dann gerne „alles Menschenmögliche“ zur Realisierung des Herzenswunsches machen würden.

Auch er dankte herzlich Chor und Leiter für die Großherzigkeit.

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