Umfangreich war die Sitzung des Marktgemeinderats im vergangenen März, die Bürgermeister Bernhard Lindner leitete
Der Hahnbacher Radlträger blickt auf das vorbildlich sanierte Haus Nr. 83 in der Hauptstraße

Große Themen waren die Bürgerspitalstiftung, die Rechnungsprüfungen/Jahresrechnungen der Jahre 2024 und 2025 der Bürgerspitalstiftung und des Jahres 2025 des Marktes Hahnbach. Hauptpunkt war der Erlass der Haushaltssatzung 2026 für den Markt Hahnbach mit einem Gesamtvolumen von 25,5 Mio Euro. Auch die Haushalte für die Kinderbetreuung nahmen einen großen Teil des Abends ein. Neben mehreren Anträgen wurden auch viele bereits in nicht-öffentlichen Sitzungen verabschiedete Beschlüsse nun öffentlich bekannt gegeben.
Der Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Mimbach-Mausdorf auf die Übernahme der Kinderfeuerwehren in die gemeindliche Einrichtung Feuerwehr war erster Tagesordnungspunkt. Einstimmig war der Marktgemeinderat für die Aufrechterhaltung bzw. Neugründung dieser Einrichtung.
Dann wurde die geprüfte Jahresrechnung 2024 der Bürgerspitalstiftung vom Marktgemeinderat abgesegnet. Ebenso geprüft und beschieden wurde die Jahresrechnung 2025 der Bürgerspitalstiftung. Dabei kam es im Gesamthaushalt zu Überschreitungen von insgesamt 103.036,70 EUR, wovon 67.084,48 EUR auf den Verwaltungshaushalt und 35.952,22 EUR auf den Vermögenshaushalt entfallen, die noch der nachträglichen Genehmigung bedürfen. Die Überschreitungen resultieren aus höherem Einschlag und Wiederaufforstung hin zu einem klimastabilen Wald.
Beanstandet wurde dabei der zu günstige Holzverkaufspreis für Selbstwerber. Doch nach Rücksprache mit Revierförster Klaus Schreiber seien die privaten Holzverkäufe nur scheinbar zu billig, hörte man, da ausschließlich eben zur Selbstwerbung verkauft wurde. Das Holz muss dabei vom Käufer selbst geschnitten, abgelängt und abtransportiert werden.
Hinzu käme, dass die Selbstwerber-Hiebe meist nur "Kleinmaßnahmen" von wenigen Ster darstellen, an denen Unternehmer kein Interesse haben. Es handelt sich zudem oft um pflegedringliche Bestände, die zwingend durchgearbeitet werden müssen, um die Qualität und Stabilität des Bestandes zu lenken.
Würde man wesentlich mehr Geld verlangen, würden sich Selbstwerber nur mehr schwer finden lassen. Dadurch könnten vor allem Jungbestände nicht mehr sinnvoll bewirtschaftet werden, was langfristig zu Wert- und Stabilitätsverlust führe und Folgekosten produziere.
Nächster Tagesordnungspunkt waren die Jahresrechnungen 2024 und 2025 des Marktes Hahnbach
Im Gesamthaushalt kam es zu Überschreitungen einzelner Positionen, die in der Sitzung umfassend und zufriedenstellend erläutert wurden. Der Marktgemeinderat genehmigte deshalb nachträglich die festgestellten Haushaltsüberschreitungen. Die Jahresrechnung 2025 wird nun an den Prüfungsausschuss weitergeleitet.
Bereits in der Haupt- und Finanzausschusssitzung am 12.03.2026 wurde der Haushaltsentwurf für dieses Jahr von Bürgermeister Bernhard Lindner und Kämmerin Sophie Aures detailliert vorgestellt und die Fragen beantwortet.
Die CSU-Fraktion hatte sich in einer Haushaltsklausur mit dem Zahlenwerk für 2026 beschäftigt und gab folgende Einschätzung dazu ab
„Das Volumen des Verwaltungshaushalts steigt um 7% auf 14,8 Millionen, der Vermögenshaushalt um 16% auf 10,7 Millionen. Der Haushalt zeigt eine solide Haushaltsführung.
Im Detail: Die meisten Einzelpläne im Verwaltungshaushalt bewegen sich in etwa in der Höhe der Vorjahre. Steigerungen ergeben sich insbesondere aus dem Bereich Klimaschutz und Wärmeplanung, als auch aus der VG-Umlage. Der Finanzbedarf der Kindergärten bleibt auf etwa gleichem, sehr hohem Niveau, wie im Vorjahr. Straßenunterhalt und -beleuchtung steigen, wie auch bei der allgemeinen Finanzwirtschaft zeigen sich alle Einnahmen positiv.
Besonders fällt die Schlüsselzuweisung vom Freistaat ins Auge, diese ist in den letzten beiden Jahren in Summe um 77% auf 1,6 Mio. gestiegen. Die geplante Zuführung zum Vermögenshaushalt kann durch die solide Haushaltspolitik trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation erneut auf 1,05 Mio. Euro steigen.
Im Vermögenshaushalt des Jahres 2026 sind alle geplanten und zum großen Teil bereits beschlossenen Investitionen berücksichtigt. Dazu gehören der Bau der offenen Ganztagsschule, die Investitionen in die Wasserversorgung Hahnbach, der Um- und Neubau der Fahrzeughalle der Stützpunktfeuerwehr in Hahnbach sowie die Neuausstattung der Atemschutzträger mit Feuerwehrschutzanzügen.
Außerdem stehen die Breitbandversorgung, Abschluss des Gemeinschaftshauses Adlholz und die Dorferneuerung mit der Straßensanierung in Mimbach-Mausdorf im Mittelpunkt der Investitionen. Bei Straßen und Wegen ist der bereits Anfang des Jahres beschlossene Fußgängerüberweg in der Frohnbergstraße sowie die Sanierung der GVS Schalkenthan sowie des Schalkenthaner Wegs eingeplant.
Die erhöhten Kosten bei der Kläranlage erhöhen sich aus technischen Gründen weiter. Dazu gibt es jedoch keine Alternative, um dauerhaft eine verlässliche Abwasserbeseitigung sicher stellen zu können. Außerdem ist die Beteiligung am Regionalwerk in Höhe von 600 Tsd. Euro sowie Flächenerwerb in Höhe von 1,3 Mio. eingeplant und stellen schon das Äquivalent für die geplante Schuldenaufnahme von 2 Mio. Euro dar.
Die Verschiebung der Schuldenaufnahme aus dem letzten Haushalt in diesen Haushalt mit entsprechenden Verpflichtungsermächtigungen ist haushälterisch sauber und nachvollziehbar dargestellt. Die CSU-Fraktion stimmt somit der Haushaltssatzung sowie dem Finanzplan mit Investitionsprogramm für 2026-2029 uneingeschränkt zu.“
Von Seiten der SPD-Fraktion hörte man, dass der vorgelegte Haushalt und die Finanzplanung den ihnen wichtigen Kriterien entsprechen
Diese wären, dass alle in der Vergangenheit beschlossenen Investitionen berücksichtigt sind, die Haushaltsplanung reell und gleichzeitig vorsichtig ist und auch alle Veränderungen ausführlich und schlüssig dokumentiert sind. Die SPD-Fraktion konnte folglich der Haushaltsplanung mit allen Anlagen zustimmen.
Auch die Fraktion der Freien Wähler stimmte dem Haushaltsplan 2026, sowie dem Finanz - und Investitionsplan, als auch dem Stellenplan im vollen Umfang zu.
So wurde vom gesamten Marktgemeinderat die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan mit den dazugehörigen Anlagen für das Haushaltsjahr 2026 einschließlich des Entwurfs der Haushaltssatzung angenommen
Beschlossen war damit auch die Bildung von Haushaltseinnahme- und Haushaltsausgabereste in Höhe von jeweils 2.000.000 EUR in den Einnahmen und Ausgaben.
Entsprechend der bestehenden Kooperationsverträge legte das BRK die Haushaltspläne für die örtlichen Kindergärten nebst Stellenplan zur Genehmigung vor
Allerdings lagen die Jahresrechnungen 2025 für beide Einrichtungen noch nicht vor. Im Dezember 2025 hat der Freistaat Bayern die staatliche Förderung ab 2026 um 10 Prozent erhöht. Des Weiteren steigt der Qualitätsbonus von 80 EUR auf 268 EUR pro Kind. Diese Erhöhungen dienen zur Sicherung der pädagogischen Qualität sowie der Stabilität der KiTa-Beiträge.
Das BRK hat diese Erhöhungen in der Haushaltsplanung bereits berücksichtigt. Ohne diese Zusatzmittel des Freistaats würde sich das Defizit bei der KiTa Klapperstörche und beim Kinderhaus Blumenwiese um rund 90.000 EUR erhöhen. Trotzdem ergibt sich zum 31.12.2026 in der Kindertagesstätte Klapperstörche nach aktuellem Stand ein Defizit in Höhe von 75.260 EUR und im Kinderhaus Blumenhaus von 29.610 EUR. Für beide Einrichtungen hat der Markt Hahnbach 80 %, also 83.896 EUR als Defizitausgleich zu übernehmen.
Mit Schreiben vom 17.11.2025 hat das BRK dem Markt Hahnbach bereits mitgeteilt, dass eine Anpassung der Kitagebühren für beide Einrichtungen vorgesehen ist. Die geplanten Gebühren erhöhen sich ab 01.09.2026. Die Beiträge erhöhen sich in der Krippe im Schnitt um ca. 6 %, im Kindergarten um ca. 27 % und im Hort um ca. 10%, was einstimmig befürwortet wurde.
2024 und 2025 wurde das Anwesen Hauptstr. 83 grundlegend saniert und einer Wohnnutzung zugeführt
Dabei wurden neben dem Gebäude auch die Außenanlagen und Nebengebäude neu geordnet und instandgesetzt. Da alle Anforderungen nach dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm erfüllt sind, bewilligte man hierfür eine Förderung von knapp 20 Tausend Euro.
Zahlreiche Beschlussfassungen, deren Geheimhaltung weggefallen ist, wurden danach bekannt gegeben
- Dazu gehörte die Renaturierung und Rückhaltung des Kainzbachs zwischen Unter- und Oberschalkenbach.
- Erweiterung und Umbau des Schulgebäudes Hahnbach zur Unterbringung einer offenen Ganztagesschule,
- die Vergabe der Spindanlagen im Feuerwehrhaus,
- die Beschaffung einer Salzanlage für das Hallenbad und
- der Bau einer Stockbahn,
- dazu Arbeiten im Außenbereich des Feuerwehr- und Gemeinschaftshauses in Adlholz,
- Ausbau der Straßen und Plätzen im Ortskern Mimbach sowie
- der Erweiterungsbau am Feuerwehrgerätehaus Hahnbach.
Weiter betraf die Bekanntgabe die Beschlüsse zur Wasserversorgung Hahnbach, den Hochbehälter und Tiefbrunnen und ebenso die Kläranlage Hahnbach, den Katastrophenschutz mit einem mobilen Notstromaggregat für Rathaus und die Freiwilligen Feuerwehren Süß und Ursulapoppenricht bezüglich einer Ersatzbeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs.
In der Frohnbergstraße soll eine Querungshilfe errichtet werden, die Klärschlammentsorgung 2026 und 2027 hatte man festgelegt. Auch soll die Gemeindeverbindungsstraße Schalkenthan-Kainsricht renoviert werden und das Büro EBB aus Regensburg wurde mit der Erstellung eines Sturzflut-Risikomanagement-Konzeptes beauftragt.
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