Mit „Blech und Frech“ amüsierte man sich in gewohnter Manier mit dem Moderator und Multitalent Florian Gröninger am Ostermontagabend im vollen ACC
Auf der mit wunderschönem Blumenschmuck dekorierten Bühne und auf den Tischen überzeugten „Die 6 lustigen 5“ mit drei Frauen und sechs Männern

Ebenso perfekt waren „Die Blechernen Sait’n“ mit Ingrid und Franz Gericke sowie Sepp Donhauser an der Gitarre. Gleich zu Beginn verhieß der „Marsch der Mediziner“ heilende Wirkung, dem manch gesundes Lachen nach Witzen und mehreren Liedern zum Akkordeon von Gröninger folgten.
Für die Stadt Amberg grüßte ihr zweiter Bürgermeister Martin Preuß und wünschte „schönes Beieinandersein“. Kreisheimatpfleger und Tanzlehrer Dieter Kohl hatte sechs tanzende Kirwapaare aus Lintach mitgebracht. Auch er freute sich, dass die Kirwatradition als bayrisches immaterielles Kulturerbe eingestuft und mittlerweile bestens etabliert ist.
Franz Gericke überzeugte singend und pfeifend mit „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“, der „Wampn“, dem „Schweinetango“ und „Hallo Amberg“, einer Luis Armstrong Imitation frei nach „Hallo Dolly“. Auch seiner Frau Ingrid glaubte man den misslungenen Gattenmord, den anhaltend gutes, kalorienreiches Essen eigentlich umbringen sollte, wie auch ihr wütendes Anti- „On-line-sein“.
Waren auch manche Gesangseinlagen der „6 lustigen 5“ recht fragwürdig, wie die Empfehlung „Ratzengift in der Schwammerlsoß“ zum Lösen mancher Probleme oder „unter der Gürtellinie“ wie „Der Bauer geht in Gart‘n und scheißt“, dem Publikum gefiel’s. Aber auch das vom Bandleader Daniel Reisinger der Ehefrau gewidmete „Für Tine“, „Hallo, kleine Maus“ oder das „Komm und bedien‘ dich bei mir“ kamen im Saal bestens an.
Die Interviews mit den Musikern ergaben, dass sie die schönsten Erinnerungen an Auftritte im Osten Europas haben. Die Blasmusiker erinnerten sich dabei ans ukrainische Odessa und die Blechernen Sait‘n ans russische Jekaterinenburg. Sepp Donhauser und Franz Gerlich wurden zudem kritisch-aktuell, in dem sie bei „Dumm samma, dumm bleib ma“ von den Schulbuben zu Putin und Trump schlossen.
Zu den tanzenden Kirwapaaren gesellten sich regelmäßig und schwungvoll gekonnt Christine und Konrad, die sich beim Volkstanz kennengelernt hatten.

Schunkelnd und mitsingend wurde der Saal von Florian Gröninger immer wieder eingebunden. Dieser dankte abschließend dem „gnädigen und dankbarem Publikum“ sowie allen Mitwirkenden. Mit dem gemeinsamen „Lasset uns das Leben genießen“ und einer Polka endete nach über zwei Stunden entspannter Unterhaltung der schon traditionelle Nachmittag.
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