"Hilfe zur Selbsthilfe" in der armen Region Ayopaya in Bolivien - Runa Masi e.V. unterstützt primär den Bau von Wasserleitungen für die Dörfer der Indigenen

Anlieferung und Verteilung der Wasserleitungsrohre auf über 1000 Meter Höhe

Sie nennen sich auf Quechua „Runa Masis“, was so viel heißt wie „Wir sind Freunde“. Ihr gemeinnütziger Verein, der aus ehemaligen Studenten der Universität Regensburg besteht, leistet bereits seit über 30 Jahren „Hilfe zur Selbsthilfe“ in der armen Region Ayopaya in Bolivien.

Da in der über 1000 Meter hohen Bergregion eines der größten Probleme die Wasserversorgung darstellt, haben sie sich primär dem Bau von Wasserleitungen für die Dörfer der Indigenen angenommen. Dorfgemeinschaften, welche geschlossen einen Antrag stellen, werden dann von ihnen mit Materialien und Werkzeugen unterstützt, soweit ausreichend Spendengelder vorhanden sind.

Das neueste Projekt betraf die Gemeinde Suchu (wir berichteten), welche eine Leitung vom neuen Bergreservoir ins Dorf erhalten sollte. Nun kamen erfreuliche Nachrichten vom Centro Cultural, dem leitenden kontrollierenden Kulturzentrum in Independencia über den großen Fortschritt der Arbeiten. Schon sind 90 Prozent der Arbeiten geschafft und es würden theoretisch nur noch zwei Wochen harte Arbeit fehlen, wird gemeldet.

Abgehen der bereits verlegten Rohre

Kontrolle der Verbindungsschächte

Jorge Aquino, einer der betreuenden Ingenieure und in der Oberpfalz als Bandleader der Musikgruppe Sacambaya bekannt, schrieb von einer „grenzenlosen Freude“ der Bauern, als die Rohre beim Dorf ankamen. Da bislang sehr viel Wasser beim offenen Wassertransport zu den Feldern verloren ging, hoffen sie nun auch auf bessere Ernten mit viel weniger Aufwand.

Die ganze Gemeinde hatte mit angepackt und Aquino schreibt von einer enormen Dankbarkeit der ArbeiterInnen selbst unter schwierigsten Bedingungen in der großen Sommerhitze. Doch jetzt, da der Winter einsetzt, hat die Coronaepidemie die wenigen noch anstehenden Verlege- und Verbindungsarbeiten unterbrochen. Bei mehreren Arbeitern sind nun Coronafälle aufgetreten, die einen vorläufigen Stopp verlangen und die hoffentlich glimpflich enden werden, wünschen alle.

Da in jener Gegend Boliviens strikter Lockdown herrscht, wird die Corona-Epidemie gerade für die arme Bevölkerung zur härtesten Prüfung, schreibt Aquino. Er bat deshalb um finanzielle Unterstützung zum Ankauf von Masken, welche an die arme Bevölkerung verteilt werden können.

Die Runa Masis haben zugesagt und werden das Centro Cultural nun mit 1000 Euro für diese überlebensnotwendigen Schutzvorkehrungen unterstützen.

Weitere Informationen bietet die Home-Page von Runa Masi.

Spenden auf das Konto des Vereins mit der IBAN DE78 75090 300 000 13 12 197 wären mehr als willkommen.

 

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