Jahres-Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauverein Hahnbach - Trotz kleinem Programm, sehr informativer Austausch

Ein kleines Programm kündigte Vorsitzender Josef Moosburger an. Trotzdem wurde aus der Versammlung im Gasthof Ritter ein informativer Abend, bei dem die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Erfahrungen austauschen und Probleme ansprechen konnten.

Tipps und Ratschläge erhielten sie vor allem von Jürgen Huber, dem Chef des gleichnamigen Hahnbacher Gartenfachbetriebes.

Vorausgegangen waren Ehrungen. Maximiliane Wiesnet, Ludwig Piller und der Vorsitzende Moosburger selber gehören dem Verein seit dreißg Jahren an.

Dank und Glückwünsche gab es auch für Marianne Hofmann, Theresia Wlach und Martin Wild junior. Sie wurden vom Landkreis für ihre naturnahen Gärten mit einer Plakette ausgezeichnet. „Sie wirtschaften nachhaltig“, bescheinigte ihnen der Vorsitzende, „betreiben keinen Raubbau an der Natur“.

Die Tagesordnung war schnell erledigt. „Coronabedingt war nicht viel los“, sagte Schriftführerin Sabine Schultz, konnte aber immerhin von drei neuen Mitgliedern berichten. Auch auf die Streuobstwiese des Vereins am Süßer Berg verwies sie. Sie werde mit viel Liebe, Zuwendung und Erfolg betreut.

Schatzmeisterin Ursula Gradl freute sich über ein stattliches Guthaben des OGV, hätte aber gern Ausgaben vermeldet, wenn nicht die meisten Aktivitäten hätten ausfallen müssen.

Das Wenige, das trotz Corona stattfinden konnte, zeigte Josef Moosburger im Jahresbericht auf

  • Ferienprogramm für mehr als dreißig Kinder
  • Aufbau des Erntealtars in der Pfarrkirche
  • Baumschneiden am Frohnberg und am Gemeindeweiher
  • Pflege der mehr als 4000 Quadratmeter großen Streuobst wiese. Dass sich dort auch schon vielfältiges Tierleben angesiedelt habe, sei ein schöner Nebeneffekt. Auf dem angehäuften Grasschnitt, berichtete er, hätten Kürbisse eine Rekordernte von mehr als 15 Stück ergeben.
  • In einer „Hausbaum-Aktion“, so Moosburger, seien im Neubaugebiet den meist jungen Hausbesitzern bisher sechzig Obstbäume geschenkt und gepflanzt worden.

Der Verein zählt aktuell 168 Mitglieder.

Jürgen Hubers Beitrag war als Kurzreferat angekündigt, wurde aber zu einer überaus interessanten Lehrstunde zum Thema Naturgarten

„Der Natur Raum geben, vieles reguliert sich von selber“, war sein Credo. Der Gartenfachmann plädierte für das Beobachten und das Lesen der Natur, hatte viele praktische Tipps und wusste auch Abhilfe für Probleme mit Läusen, Maulwürfen und einem Rasen, der zwar grün ist, aber kaum mehr Gras aufweist.

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