Ingrid Schneider neue Schulleiterin für die Grund- und Mittelschule Hahnbach

Der neuen Schulleiterin (Mitte) gratulierten zur Amtseinführung Schulamtsdirektor Gerald Haas, Rektorin Maria Schuller (Luitpoldschule Amberg), Elternbeiratsvorsitzende Alexandra Karl (von rechts) sowie Bürgermeister Peter Dotzler, Konrektor Stefan Ottmann und Bürgermeister Bernhard Lindner (von links)

Pandemiebedingt im kleinen Rahmen aber nicht weniger würdig, konnte Konrektor Stefan Ottmann zur offiziellen Amtseinführung der neuen Schulleiterin im Sitzungssaal des Rathauses die Gäste begrüßen.

Mit dem Ruhestand von Rektor Heinz Meinl zum Ende des vergangen Schuljahres wurde Ingrid Schneider offiziell mit Wirkung vom 1. August 2021 als neue Schulleiterin für die Grund- und Mittelschule Hahnbach bestellt. Ottmann wünschte der neuen Chefin eine gute Zeit in Hahnbach und pädagogisches Geschick.

Hahnbachs Bürgermeister Bernhard Lindner und sein Gebenbacher Kollege Peter Dotzler bezeichneten es als eine besondere Herausforderung in schwierigen Zeiten die Leitung einer Schule mit zwei Häusern zu übernehmen.

Mit dem Antritt der Schulleiterin beginne nach jahrzehntelanger Männerdomäne eine neue Ära im Hahnbacher Schulwesen. Für diese anspruchsvolle Aufgabe stehe ihr eine gut ausgestattete Schule zur Verfügung. Als Sachaufwandsträger boten sie ihr eine Kommunikation der kurzen Wege und gute Zusammenarbeit an.

Für Schulamtsdirektor Gerald Haas ist die Leitung einer Schule in der heutigen Zeit ein neuer Beruf und keine Zusatzaufgabe. Eine Schulleiterin müsse einen Weg finden, gegensätzliche Ansprüche auszugleichen und den Kompromiss suchen. Zeiten für Einzelkämpfer in der Schule seien vorbei.

„Das schulische Miteinander beginnt bei einem positiven Kommunikationsklima und mündet in der Mitverantwortung. Es ist auch Voraussetzung für eine positive Schulentwicklung.“ Schulen, die den Teamgedanken verwirklichen, würden in Zukunft den Belastungen des Schulalltags besser gewachsen sein und könnten in der Arbeit Entlastung schaffen.

Mit einem Fadenspiel erklärte Ingrid Schneider in ihrer Antrittsrede ihre Vorstellungen als Schulleiterin. Alle hätten das Recht als unverwechselbares Individuum ernst genommen zu werden. Eine wichtige Aufgabe von Schulen sei Lernen so anzulegen, dass daraus Bildung werden könne. Dazu brauche es Neugierde, Forschergeist, Lernfreude und Ernst. All das soll Schule bei Kindern wecken.

Es gelte, unterschiedliche Möglichkeiten des Unterrichts anzudenken und auch auszuprobieren, um Schüler zu selbständigem, selbsttätigen und auch eigenverantwortlichem Handeln zu bringen. In der Schule müsse mehr als nur Unterrichtsstoff vermittelt werden. Der Schulalltag müsse auch so gelebt werden, dass Demokratie gelernt und später auch gelebt werden könne.

„Die Schule muss sich mit den ständig wechselnden Bedingungen und Anforderungen auseinandersetzen und Antworten finden, immer mit Blick auf die Schüler.“

Der Pädagogin aus Ammerthal ist die Hahnbacher Schule nicht fremd. Bereits nach ihrer ersten Lehramtsprüfung absolvierte sie ihre Lehramtsanwärterzeit mit dem zweiten Staatsexamen an der Volksschule Hahnbach. Nach verschiedenen Einsatzorten in ganz Bayern übernahm sie 2015 die Stellvertretung der Schulleitung der Luitpoldschule Amberg und war dort maßgeblich an der Einrichtung des Schulentwicklungskonzepts beteiligt.

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