Frohnbergfest 2022: Samstag, 13. bis zum Sonntag, 21. August

1889 kam das jetzige Gnadenbild auf den Hochaltar, eine 1,20 Meter große Statue „Maria mit dem Kind“ aus Lindenholz

Dieses Jahr kann vom Samstag, 13. bis zum Sonntag, 21. August endlich wieder wie gewohnt das traditionelle Frohnbergfest stattfinden. Sicher werden wieder Tausende zur „Stärkung von Leib und Seele“ auf den Tafelberg pilgern.

Die Tatsache, dass sie sich auf äußerst historischem Boden befinden, ist aber sicher nicht allen bewusst. Dabei könnten der Frohnberg und seine Kirche über 1000 Jahre alte, äußerst wechselvolle und spannende Geschichten erzählen.

Nachgewiesen ist ein großer Ringwall, der in frühester Zeit Zuflucht bot. Von den Herren auf dem Berg weiß man um den Ministerialen Erchinbert, auf dessen Unterschrift in einer Urkunde im Jahr 1121 Hahnbach ja seine 900-Jahr-Feier gegründet hat. Sogar Kaiser Friedrich I, genannt Barbarossa, logierte wohl 1189 auf dem Frohnberg.

Dann kam das Gebiet an den Wittelsbacher Ludwig, den Strengen. Durch den Hausvertrag von Pavia 1329 gibt Ludwig der Bayer den Nachkommen seines Bruders Rudolf große Teile der Oberpfalz und damit auch das Hahnbacher Gebiet zur Kurpfalz hinzu.

Bereits um 1430 werden schon Anfänge einer Wallfahrt auf den Frohnberg erwähnt.

Um die nackte Existenz des Heiligtums aber ging es schließlich in den Wirren des 16. Jahrhunderts. Als die neuen lutherischen Landesherren, Kurfürst Friedrich II. und noch unnachgiebiger Herzog und späterer Kurfürst Ottheinrich die „katholische Religion vollends beseitigen“ wollten, wurde auch der Abriss der Frohnbergkirche befohlen. Der geforderte Abbruch unterblieb aber offensichtlich, das Kirchlein wurde einfach „nicht beachtet“. Die Wallfahrt aber kam zum Erliegen.

Erst als die Gegend als Pfand für Kriegskosten wieder bayrisch war, wurden die Oberpfälzer unter Kurfürst Maximilian I. ab 1621 wieder „katholisch g’macht“. Um 1665 wird von einem „Kirchl unserer Lieben Frau vom Fronberg“ berichtet. 1670 sollen sich dort zwei Wunder ereignet haben und die Wallfahrt erreicht ihren ersten Höhepunkt.

Bald schon wurde die Kirche zu klein und 1725 begann man die jetzige Kirche zu bauen. 1751 wurde der Kirchenbau mit dem 25 Meter hohen Turm im Westen mit dem Aufhängen von drei Glocken abgeschlossen.

Viel zu verdanken hat die (Wieder-)Belebung der Festwoche den Hahnbacher Geistlichen

Eigene Festprediger zogen Tausende von Gläubigen an, die alljährlich zur Festwoche um den 15. August, dem „Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel“, herbeiströmten.

Der derzeitige Hahnbacher Pfarrer, Dr. Christian Schulz wird auch dieses Jahr wieder bei den meisten Eucharistiefeiern, so möglich am Freialtar, vom 13. bis zum 21. August selber predigen, aber auch der Ruhestandsgeistliche Hans Peter Heindl, Pfarrvikar Christian Preitschaft, der evangelische Pfarrer Dr. Roland Kurz und Diakon Dieter Gerstacker.

Für den Schlussgottesdienst, am Sonntag, den 21. August 2022 um 18 Uhr hat der Regensburger Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer zugesagt.

Frohnbergfest 2022: Wochenthema „Worte zum Leben“

Zusatzinfo
Angebote der AOVE und KEB

  • Ein „Theaterspiel durch die Jahrhunderte“ mit einer emotionalen Zeitreise bietet eine siebenköpfige Gruppe, ebenfalls unter der Leitung der Hahnbacher Heimatpflegerin Marianne Moosburger am 11. September 2022 um 15 Uhr auf dem Frohnberg.
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