Iber: Roswitha Hubmann feiert heute ihren 80. Geburtstag

„A Orwat und a Freid gleichzeitig war und is mej Leben“ meint eine zuversichtliche Roswitha Hubman, die am heutigen 18. März ihren 80. Geburtstag feiert

 Beides hat sie in so vielen Bereichen gespürt und das von Beginn an.

In Reisach geboren, wuchs sie dort als Zweitälteste mit sieben Geschwistern auf dem Bauernhof ihrer Eltern Anna und Johann Graf auf.

Am 24. August 1965 heiratete sie den Bauer und Maurer Andreas Hubmann von Iber. Drei Söhne gingen aus der Ehe hervor: Markus wurde am 5. Juli 1966, Erwin am 14. Juli 1968 und Martin am 25. April 1975 geboren. Dieser übernahm, zur großen Freude seiner Eltern, mit seiner Frau Elisabeth den Hof, auf dem Roswitha noch immer mitarbeitet und dazu täglich für die große Familie kocht.

Hauswirtschaft sei schon immer ihre Leidenschaft gewesen, erfährt man, und konsequent absolvierte sie auch 1967 die Meisterprüfung für Hauswirtschaft.

1977 begann sie an der Amberger Berufsfachschule für Hauswirtschaft zu unterrichten, und das bis 2008.

Bis 1922 war sie über 40 Jahre hinweg Ortsbäuerin von Iber, bis 2013 war sie 20 Jahre lang dazu auch noch Kreisbäuerin. Gleichzeitig engagierte sie sich im Gemeinderat und im Kreistag über 18 Jahre.

Darüber hinaus gab sie im Amberg-Sulzbacher und Neumarkter Landkreis ungezählte Koch- und Bastelkurse für alles, was ein bäuerlicher Haushalt im Jahresverlauf so braucht. Da wurden Stoffdrucke, Gewürzkränze, Tischdekorationen und vieles mehr angefertigt, die in vielen Haushalten noch immer an sie bleibend erinnern.

Seit 1972 brachte sie sich „mit Herzblut“ in die Partnerschaft mit dem französischen Landkreis Maintenon ein und managte alle zwei Jahre den regelmäßigen Austausch.

1989 gründete sie den Obst- und Gartenbauverein Iber und ist noch immer dessen zweite Vorsitzende.

Vor 25 Jahren war sie es, die entscheidend dazu beitrug, dass der Ibringer Backofen gebaut wurde. Dieser ist seitdem mit ihrer Unterstützung zum regelmäßig frequentierten Mittelpunkt des Dorfes geworden und weiterhin Gemeinschaft bildend, und das auch für viele andere Gruppen und Treffen.

Ja, einfach hat sie es sich nie gemacht. Fast täglich sei sie in „Allerherrgottsfrüh“ gegen 4.30 Uhr schon aufgestanden, um die Stallarbeit zu erledigen und dann, nach dem Duschen ab 8 Uhr in Amberg zu unterrichten. Gern habe sie beides getan, erklärt sie strahlend.

Ihre acht Enkelkinder Julia, David, Anja, Leonie, Nicki, Fabian, Konrad und Tobias nehmen ihr das auch ab und sehen ihre Oma als großes Vorbild.

„Ja, a Freid muass ma ham, an dem was ma tuat, und immer in Bewegung bleibn“ ist offensichtlich ihr Lebensmotto. Dass dies so bleiben mag, wünscht an ihrem heutigen Fest ganz sicher eine sehr lange Gratulantenschar, an die sich die AZ gerne anschließt.

Auch wir von "awz-hahnbach.de" wünschen der Jubilarin alles Gute, weiterhin viel Schaffenskraft und vor allem Gesundheit.

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