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Vilseck: Ein Herz für Kinder nach dem Krieg - Kinderheim in Eigeninitiative gebaut

Nach dem zweiten Weltkrieg war die Not überall groß. Besonders Kinder bekamen dies deutlich zu spüren. So gab es auch in Vilseck Buben und Mädchen, die auf sich alleine gestellt waren oder um die sich die Eltern nicht genügend kümmerten.

Dieses Elend konnte Xaver Kopf (1882-1961) nicht länger mit ansehen. Er entschloss sich daher 1945 zusammen mit seiner Frau Maria, auf seinem Grundstück unterhalb des Baugeschäfts und Gasthauses ein Kinderheim zu errichten. Die vorhandenen Steine waren ursprünglich für das Wohnhaus seines Sohnes Karl (1907-1941) gedacht.

Schwiegertochter Gertrud, geb. Heuberger, holte dann ihre Cousine, die Kinderpflegerin Paula Gut, nach Vilseck, die das Heim leitete. Junge Vilsecker Frauen halfen bei der Betreuung mit. Auch die Enkel-Töchter von Xaver Kopf, Renate und Gerda, spielten gerne mit den Kleinen. Zeitweise waren dort bis zu 15 Waisen- und Flüchtlingskinder untergebracht.

Nach dem Krieg errichtete Baumeister Xaver Kopf auch zwei Behelfsheime an den Bahngleisen, jetzt Adolf-Kaiser-Straße, in denen Heimatvertriebene eine neue Bleibe fanden. Xaver Kopf war ein gutherziger und sozial eingestellter Mann. Auch sein eigenes Wohnhaus war mit Flüchtlingen überfüllt, sodass ihm keine Privatsphäre mehr blieb und er zeitweise für sich und seine Frau nur noch ein Zimmer mit zwei Betten hatte.

Als sich die Situation Mitte der 1950er Jahre schließlich entspannte, leerte sich auch das Kinderheim in der Bahnhofstraße wieder. Paula Gut spielte mit dem Gedanken, ein dunkelhäutiges Kind zu adoptieren. Davon wurde ihr jedoch abgeraten. So ging sie zurück nach München und nahm dort eine leitende Stelle in einem Kinderheim an. Auf den Grundmauern des ehemaligen Heims entstand später das Wohnhaus der Familie Karl-Heinz und Helga Kopf.

Das Kinderheim in Vilseck beherbergte nach dem Krieg obdachlose Kinder und Waisenkinder. Es war nur vom sogenannten Schwarzen Weg‘l aus erreichbar. Im Vordergrund sind Angehörige der Familie Kopf zu sehen

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Xaver Kopf, der Erbauer des Kinderheims, war ein gutherziger und sozial eingestellter Mann. Er starb 1961 im Alter von 79 Jahren

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