Vilseck: Bruder Konrad - Sein Festtag ist der 21. April
Im 19. Jahrhundert lebte in Niederbayern ein Mann, den man seitdem in der katholischen Kirche besonders verehrt. Sein Name ist Bruder Konrad
Beinahe wäre Bruder Konrad beim Kirchenbrand 2013 ein Raub der Flammen geworden. Auch wenn sein Gewand versengt war, durfte er seinen Stammplatz im Gotteshaus behalten

In vielen Gotteshäusern findet man eine Nachbildung von ihm, so auch in der Stadtpfarrkirche St. Ägidius in Vilseck.
Als Johann Birndorfer kam er 1818 in Parzham bei Bad Griesbach als elftes von zwölf Kindern zur Welt. Er sollte den elterlichen Hof übernehmen, fühlte sich aber von Kindheit an zu Gott hingezogen. „Vom Venushof-Hansl müssen wir das Beten lernen“, sagte man in Parzham. „Wenn der kein Heiliger wird, wird es niemand.“
So trat er 1849 in das Kapuziner-Kloster St. Anna in Altötting ein und erhielt den Ordensnamen Konrad. 41 Jahre lang versah er dort den Dienst des Pförtners. Mit steter Dienstbereitschaft und aufopfernder Liebe betreute er Pilger und Hilfesuchende. Vom Volk geliebt und verehrt starb er 1894 und wurde 1934 heiliggesprochen. Sein Festtag ist der 21. April.
In den 1930er Jahren hat der damalige Vilsecker Stadtpfarrer Franz Xaver Riedhammer eine Statue des heiligen Bruder Konrads für die Pfarrkirche Vilseck angeschafft. Sie stand lange Zeit links neben dem Kreuzaltar, später in der südlichen Seitenkapelle beim Zugang zur Kanzel. Hier brach am 9. Januar 2013 ein Brand aus, wobei auch die Holzfigur des hl. Bruder Konrad in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Statue, die neben dem Aufgang zur Kanzel stand, wurde versengt, blieb jedoch ansonsten unversehrt.
Zum Glück konnte Bruder Konrad nach der Restaurierung wieder seinen gewohnten Platz in der Kirche beziehen.
Auf einem neuen Sockel stehend wird Bruder Konrad auch heute noch von den Gläubigen verehrt

- Aufrufe: 13
