Vilseck-Axtheid-Berg: Die Bergers vom Berg und das Bergfest

Seit über 30 Jahren wird bei Familie Berger der Außenschmuck für die Bergkirche gefertigt, so auch in diesem Jahr. Fleißig im Einsatz sind dabei (von links) Sonja Stubenvoll, Agnes Zinnbauer, Werner Berger, Gerda Berger und Sigrid Steffey

Nomen est Omen! Die Bergers von der Bergstraße in Axtheid-Berg, Nähe Bergkirche sind vom Bergfest nicht wegzudenken. Seit vielen Jahren liegt der engagierten Familie das Bergkirchl und das dazugehörige Kreuzbergfest der Pfarrei Vilseck besonders am Herzen, so auch in diesem Jahr.

Drei Tage vor Beginn versammelten sich bei den Bergers fleißige Frauen, um Girlanden zu binden und das Kreuz für das Eingangsportal zu schmücken. Die dazu benötigten Fichtenzweige liefert Hermann Schertl seit Jahrzehnten treu und zuverlässig.

Beim anschließenden Kaffeeplausch erzählt Werner Berger von den Zeiten, als die Bergbewohner selber noch ihr Kircherl auf Hochglanz brachten und mit ihren Putzeimern anrückten. „In Milchkannen haben wir das warme Wasser vom nahen Drechselberg geholt“, fügt er hinzu. „Das alles gehört der Vergangenheit an“, stellt der ehemalige Vilsecker Mesner fest, denn nun hat eine Putzfirma diese Aufgabe übernommen. „Auch das Schmücken der 14 Kreuzwegstationen in der Lindenallee ist inzwischen in die Hände des Frauenbunds übergegangen.“

Jedoch der Süßigkeitenstand der Familie Berger ist auch heute noch vom Bergfest nicht wegzudenken. Seit 30 Jahren kümmern sich die Bergers, dass die Besucher nach den Gottesdiensten dort ihre Schaumrollen, Makronen, Waffeln und allerlei Süßes bekommen. Schon Wochen vorher ist da einiges zu organisieren. Die Hütte muss aufgestellt werden, und die Waren sind zu ordern.

„Die Bäckerei Schaller liefert jeden Morgen um vier Uhr frisches Backwerk“, so der Hausherr. „Täglich müssen die Sachen zum Stand gebracht und sauber präsentiert werden. Da hilft die ganze Familie zusammen“, freut sich Gerda Berger. „Abends transportieren wir die restlichen, nicht verkauften Waren zurück in unsere Garage, und am nächsten Tag geht das ganze Spiel von vorne los“. „Dazu hat mein Vater sogar die Rücksitze seines Autos ausgebaut und es so zum Lieferwagen umfunktioniert,“ schmunzelt Sohn Dieter.

Nach der Bergfestwoche denkt Mutter Gerda, die engagierte Standbetreiberin, manchmal schon ans Aufhören. Aber wenn der September naht, wird sie wieder unruhig. Dann macht Tochter Petra Dampf. Sie schafft es immer wieder, ihre Mutter zum Weitermachen zu bewegen damit die Tradition nicht stirbt. Das beste dabei ist, dass die Bergers den erzielten Reinerlös vom Bergfeststand immer einem kirchlichen oder sozialen Zweck zukommen lassen. Und das ist nicht wenig.

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