„Besondere Menschen“ in Hahnbach heute Teil 6 - Professor, Dr. Andreas Emmel

Professor Dr. Andreas Emmel

Er wurde am 30. August 1961 als ältestes Kind des Gastwirtsehepaars Horst Emmel, (*20.12.1937 – 2.6.2019) und seiner Frau Erika (*02.07.1938) in Niederbieber geboren.

Der Vater stammte aus Feldkirchen, Kreis Neuwied, die Mutter aus Schlesien. Mit einer jüngeren Schwester wuchs er dort auf und musste auch schon bald in der Gastwirtschaft mitarbeiten. Aber auch Fußball spielen oder auf der Wiedinsel streunern und spielen gehörten damals zu seinem Leben.

Die weitesten Reisen

Seine weiteste Reise führte ihn geschäftlich bis nach Bello Horizonte in Brasilien, wo er ein Stahlwerk zur Verbesserung des Hochofenprozesses beriet. Privat war er in Hangzouh in China, wo er einen Hahnbacher Freund besuchte, der dort seiner Zeit arbeitete.

Engel im Leben

Helfer im Leben, so Andreas Emmel, brauchte er immer wieder, aber echte Retter glücklicherweise noch nicht. Als "Engel“ oder als sehr wichtige Personen, die großen und vor allem guten Einfluss auf sein Leben hatten, sieht er in erster Linie seine Frau Monika, die seit über 40 Jahren an seiner Seite alles mitgestaltet und hier und da auch manches mitmacht.

Dankbar ist er auch für großartige Förderer in seiner Ausbildung. Da gab es einen väterlichen Freund, der ihm nach dem Abitur durch eine Lehre eine ganz wichtige berufliche Orientierung gab.

Dann auch sein Doktorvater, der ihn früh im Studium förderte und forderte und einen großartigen Chef, der ihm neben der fachlichen Zielstrebigkeit auch die menschlichen Komponenten im Berufsleben aufzeigte.

Sehr, sehr dankbar ist er auch für eine ganze Reihe von Freunden, auf die Verlass ist und die halfen und helfen, wichtige und rechte Entscheidungen zu treffen. Auch freut er sich, dass er Freund*innen, Bekannten und natürlich auch Student*innen wirklich weiter helfen konnte und er so sehr schöne Entwicklungen begleiten durfte.

Wendepunkte und Stationen

Wendepunkt in seinem Leben war der Wegzug von Zuhause, gut 300 km weiter mit der Freundin und späteren Frau. Denn da galt es, als „Nobody“ in einer größeren Stadt mit viel Courage ein ganz neues Leben zu beginnen. Mut erforderte auch der Antritt seiner akademischen Karriere bis hin zur Berufung an die damalige FH in Amberg.

Noch immer erinnert er sich gern an Vieles in seinem Leben, wie die Fußballspiele als Kind, aber auch an emotionale Ereignisse. Dazu gehört für ihn die Freude, etwas geschafft zu haben, aber auch beim Misslingen, getröstet zu werden.

Noch weiß er um manchen Unsinn, den er erleben durfte und über den er noch immer lachen kann. Doch besonders haben ihn tief gehende Erlebnisse von Freude, aber auch endgültigem Abschiednehmen geprägt.

Auch die Studentenzeit mit recht viel Arbeit, aber auch tollen Erfolgen möchte er nicht vermissen.

Richtige Glückseligkeit und höchste Emotionen hat er intensivst erlebt bei den Geburten seiner Kinder und Enkelkinder.

Aber auch einiges aus dem geschäftlichen Bereich zählt zu seinen Glücksmomenten. Denn dort dürfe er „mehr als spannende Anlagen“ bauen und betreiben. Einer der Höhepunkte war schließlich das Erreichen der Endrunde des Zukunftspreises und der anerkennende Handschlag mit Small Talk mit dem Bundespräsidenten Köhler.

Freizeit

Seine liebste Freizeit heißt „sporteln“: Rennrad fahren, laufen, dabei die Landschaft genießen, abschalten, fit bleiben und gleichzeitig so Kalorien verbrennen. Allerdings liebt er es genauso, diese wieder beim Kochen und Essen genießend zurückzugewinnen. Er mag es aber auch öfter gerne ruhiger, wozu gute Musik und Bücher gehören.

Hahnbach

Hahnbach findet er „klein aber fein“. Er mag es, dass man sich kennt und es im Ort fast schon familiär zugeht. Angenehm sei auch, dass man alles, was man benötige, im Ort oder in Reichweite bekommt. Auch die Lage des Ortes gefällt ihm ausnehmend gut, nicht nur wegen der guten Möglichkeiten für Radtouren.

Bauchgrimmen mache ihm aber, dass „die Menschheit immer wieder Phasen besonderer Dummheiten durchläuft“

Dazu zählt er auch die jetzige Ära, welche durch eine Meinungsbildung gekennzeichnet ist, die auf der einen Seite von Ignoranz und Unsachlichkeit sowie auf der anderen von Lautstärke bis zur Brutalität in der Darstellung/Umsetzung gekennzeichnet ist.

Dies betreffe, seiner Meinung nach, nicht nur die aktuelle Corona-Diskussion, sondern auch wesentlicher, weil viel gefährlicher, das Thema Klima und die globale Erderwärmung.

Sein Anliegen

„In dieser besinnlichen (Vor)Weihnachtszeit könnten wir alle mal in uns gehen und darüber nachdenken, was jede, jeder einzelne wirklich für sich braucht, auch was wir als Teil einer recht jungen, gerade mal 200.000 Jahres alten Spezies, tun sollten, um die Erde unseren Nachkommen in dem Zustand zu überlassen, den wir gerne angefunden hätten.

Das Spiel ist bekanntermaßen endlich, aber eigentlich hätten wir noch einige Mio. Jahren auf einem wunderschönen Planeten!“

Frohe Weihnachten allen Menschen guten Willens!

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