Digital. Vernetzt – Frauen im Ehrenamt stärken - KDFB-Frauen haben vieles gelernt, was die Arbeit am PC erleichtert und effektiver macht

Christa Weny (stehend), Wirtschaftsinformatikerin, erklärt in kleinen logisch aufgebauten Schritten unzählige Tipps und Tricks am Computer und Laptop

Mit Christa Weny, einer Wirtschaftsinformatikerin aus Iber, welche bereits seit 30 Jahren Oberpfalzweit Seminare und Computerkurse für viele Unternehmen und Gruppen anbietet, hatte man einen „echt guten Griff“ getan.

Denn sie erklärte in kleinen logisch aufgebauten Schritten unzählige Tipps und Tricks am Laptop und Computer. Geduldig und alle Fachbegriffe erklärend widmete sie sich den Frauen aus Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Hahnbach, Schnaittenbach, Ensdorf und Hohenburg.

Elf Frauen mittleren Alters aus den Führungskreisen des Frauenbundbezirks hatten sich dreimal zur Fortbildung „digital.vernetzt“ im EDV-Raum des Sulzbacher Kolpinghauses getroffen.

Dabei wuchs von Mal zu Mal ihre Begeisterung für die Arbeit am PC und am Ende gab es nur „mehr als zufriedene“ Teilnehmerinnen, wofür sie sich mit Blumen bei der Lehrkraft bedankten.

Gefragt nach ihrer Motivation, die über drei Stunden langen abendlichen Kurse zu besuchen, hörte man von den Frauen mehrmals: „Es wurde mir langsam, aber sicher, zu dumm, immer meine Kinder oder Enkelkinder wegen irgendeines Computerproblems zu fragen.“ und „außerdem erklären die viel zu schnell oder sie machen es für einen, und dann weiß man wieder nicht, was beim nächsten Mal zu tun ist.“

„Aber hier heißt es: zuerst hören, dann es an der großen Leinwand gezeigt bekommen und es dann alleine ausprobieren – das klappt wunderbar!“

Gerade auch die Tatsache, dass die Frauen unter sich waren, minimierte die oft vorhandene Angst sich zu blamieren und förderte enorm deren Wissendurst. „Der Kurs hier war fast ein privater Kurs; man konnte alles fragen, das tat richtig gut!“ und „Ich will auf keinen Fall digital abgehängt werden, sondern dabei sein und einfach mitkommen.“ betonte nicht nur eine Dame.

Im Kurs habe sie so vieles gelernt, was die Arbeit am PC erleichtere und effektiver mache, fügt sie hinzu. Auch fühlten sich alle am Schluss „viel, viel sicherer“, dank all der erlernten und praktizierten Tipps und dem Wissen um manche Grundlagen und Extras.

„Ich brauch´ dieses learning by doing und auch immer wieder ein Auffrischen von schon Bekanntem“ wird versichert. „Hätte nie gedacht, was man alles machen kann. Es war unheimlich spannend, die vielen interessanten Möglichkeiten kennenzulernen“ meint eine weitere Frau.

„Daheim, da hab ich halt experimentiert, jetzt weiß ich, wie ich vorgehen muss, das ist super!“ kommt von der Nachbarin und: „Mir ist meine Unabhängigkeit ganz, ganz wichtig und die bekomme ich nur, wenn ich mich auch am Computer weiterbilde.“

„Selten ein Schaden, bei dem nicht auch ein Nutzen ist!“ versichern die Frauen, denn Auslöser für ihr gesteigertes Interesse war tatsächlich die Corona-Pandemie. Die On-line-Konferenzen der Kinder und auch des Frauenbundes, bzw. die dabei auftretenden Probleme waren dann „der letzte Tropfen“, den es noch brauchte, um sich auch in dieser Hinsicht aufzumachen, sich weiterzubilden.

Mit großem Interesse und viel Eifer bei der Sache waren die Teilnehmerinnen

Margret Hirsch, die Bezirksleiterin des KDFB, und Irene Zeller, Bezirksleiterin Amberg freuten sich, dass das Angebot jeder Altersstufe gerecht wurde und Vorbehalte, Ängste und Scheu sehr schnell verschwunden waren. Sogar einen Hybrid-Kurs brachten sie zustande als eine Dame kurzfristig erkrankte.

Margret Hirsch weiß, dass in Zukunft auch beim Frauenbund zunehmend die Kommunikation und viele Schulungen über den Bildschirm stattfinden werden. „Wir Frauenbundfrauen bleiben auf jeden Fall auf der Höhe der Zeit!“ betont sie und gern „digital-vernetzt“.

Auch die „Kommission Medien“ des Diözesanverbandes wird wohl weitere Schulungen anbieten und nach der tollen Resonanz dieses Kurses sicher noch mehr Frauen bewegen, daran teilzunehmen, was absolut lobenswert ist.

Hintergrund:

Mit der Fördermaßnahme "Digital. Vernetzt – Frauen im Ehrenamt stärken" unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung, das bürgerschaftliche Engagement auf dem Land während der COVID-19-Pandemie.

Die Arbeit von Frauenvereinen und –initiativen soll in dieser Krisensituation mit Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich der Digitalisierung gestärkt werden. Zielgruppe sind ehrenamtlich tätige Frauenbundmitglieder, vor allem aus den Vorstandschaften der Zweigvereine.

Zwölf KDFB-Bezirke des KDFB Diözesanverband Regensburg haben den Zuschlag für dieses Projekt erhalten, darunter der KDFB-Bezirk Sulzbach-Rosenberg und Amberg.

Interessierte Mitglieder aus den zu beiden Bezirken gehörenden neun Zweigvereinen (Ammerthal, Hahnbach, Hirschau, Poppenricht, Herz-Jesu Rosenberg, Schlicht, Schnaittenbach, St. Marien Sulzbach und Vilseck) waren zur kostenfreien Teilnahme an einer Basis- und zwei Aufbauschulungen eingeladen.

Das Thema dieses Basisseminars lautete: „Soziale Netzwerke in der Verbandsarbeit.“ Themen der beiden Aufbauseminare sind „Chancen und Nutzen von Online-Konferenzen“ sowie „Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedergewinnung“.

Alle drei Kurse fanden jeweils von 16.30 - 20 Uhr im Kolpingbildungswerk Sulzbach-Rosenberg statt.

Die Teilnehmerinnen sollten einen Laptop oder ein Tablet und ein Smartphone mitbringen. Einen WLAN-Zugang erhielten sie vom Kolpingbildungswerk.

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