Vilseck: Spitzenambiente, Spitzenmusik, Spitzenerfolg - Burgklassik auf Dagestein - Publikum an drei Tagen begeistert

„SchwyzerDeutsches Klaiverduo“ Cornelia Glassl (vorne) und Olivia Geiser präsentierten sich als SchwyzerDeutsches Klavierduo und zeigten beim vierhändigen Klavierspiel ihre Virtuosität

Sowas hat der Kulturkasten noch nicht erlebt: Klassische Musik vom Feinsten und begeisterte Zuhörer in historischem Gemäuer. Nach langer Abstinenz kehrte wieder Leben auf Burg Dagestein ein.

Auf Anregung der gebürtigen Vilseckerin, Cornelia Glassl, geb. Weiß, kam in Zusammenarbeit mit der Kultur- und Tourismusbeauftragten der Stadt Vilseck, Adolfine Nitschke, ein außergewöhnliches Klassikfestival zustande.

Die Pianistin Cornelia Glassl hatte dazu einige ihrer Musikerkollegen eingeladen.

Den Startschuss machten am Freitagvormittag drei Konzerte für Schulkinder. Das „SchwyzerDeutsche Klavierduo“, bestehend aus Cornelia Glassl und Olivia Geiser, unterstützt von Märchenvorleser Christoph Pickelmann, zog Buben und Mädchen in seinen Bann.

Richtig zur Sache ging es dann am Abend mit Klavier, Kabarett und Improvisationen von Walter Dolak. Der Allgäuer Allrounder brannte unter dem Motto „Tasten, Thesen Temperamente“ ein Feuerwerk der Unterhaltungskunst ab und führte als Klaviator, Moderator, Imitator und Improvisator mit Ironie und Humor durch sein Programm.

Singend, spielend und redegewandt zauberte Dolak überraschende Querverbindungen, quasi eine Kreuzimpfung im Crossover, zwischen Bach, Beethoven, ABBA, Beatles und verschiedenen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft aus dem Hut.

Ohne Anstrengung erfüllte er die Themenwünsche der Zuhörer und wechselte erfrischend und lebendig improvisierend von einer Musikrichtung in die andere.

Den Auftakt zum Burgklassik-Festival machte Walter Dolak, der unter dem Motto „Tasten-Thesen-Temperamente“ alle Register seines Könnens zog

Kammermusik vom Feinsten bot das „Trio Tempera“ mit (von links) Anna Godelmann, Cornelia Glassl, Umblätterin Olivia Geiser und Christoph Pickelmann

Das junge Oberpfälzer Trio hatte bereits in seiner gemeinsamen Schulzeit in verschiedenen Konstellationen zusammen musiziert und sich nach dem Studium in München wieder zusammengefunden. Perfekt und äußerst virtuos gelang den drei Künstlern die Interpretation von Beethovens Klaviertrio in c-Moll, Opus 1, Nr. 3 und Smetanas Klaviertrio in g-Moll, Opus 15.

Nach der langen Corona-Pause spürte man förmlich, wie sich die Freude der Künstler auch auf die Zuhörer übertrug und Gänsehaut auslöste. Nach der Zugabe von Fritz Kreislers „Farewell“ gab es stehende Ovationen und von Bürgermeister Hans-Martin Schertl die Kunsttassen der Stadt Vilseck.

Zum Abschluss des Burgklassik-Wochenendes gab es am Sonntag noch ein besonderes Schmankerl. Das SchwyzerDeutsche Klavierduo bot einen Querschnitt durch die vierhändige Klavier-Literatur. Cornelia Glassl und die aus Winterthur/Schweiz stammende Olivia Geiser harmonierten am Flügel perfekt und ergänzten sich in Ausdruck und Harmonie.

Die jahrelange Freundschaft und Musikbegeisterung der beiden setzten sie mit Werken von Carols Guastavino, Samuel Barber, Edvard Grieg und Manuel de Falla eindrucksvoll um.

Mit einer feurigen Zugabe aus den Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms beendeten die Künstlerinnen das Festival ausdrucksstark.

Cornelia Glassl bedankte sich im Namen aller Mitwirkenden bei den Besuchern und vor allem bei der Stadt Vilseck für die tatkräftige Unterstützung und Rundumbetreuung. Sie kündigte an, im Oktober nächsten Jahres wieder mit ihren Musikerkollegen zu einem Konzertwochenende nach Vilseck zu kommen.

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