Vilseck: Die Juwelen Indiens entdeckt - Studien- und Erlebnisreise mit Pater Robin Xavier

Ohne Gruppenbild vor dem Taj Mahal, dem Wahrzeichen Indiens, geht es nicht. Vorne Mitte sitzt Pater Robin Xavier mit Tasche, neben ihm Reiseleiter Gaurav

Indien, ein spannendes, fesselndes und geheimnisvolles Land! Dies durfte eine 35-köpfige Reisegruppe kennenlernen und erleben. Vilsecks Stadtpfarrer Pater Robin Xavier entpuppte sich dabei als perfekter Manager, der es verstand, zusammen mit Reiseleiter Gaurav von der IPR (Internationale Pilgerreisen) der Gruppe die Vielfalt seines Landes näher zu bringen.

Das flächenmäßig siebtgrößte Land der Erde mit der weltweit zweitgrößten Bevölkerungsrate hinterließ eine Fülle von Eindrücken, wunderschöne Momente und bleibende Erinnerungen. Zu Beginn war man sich schon bewusst, auf andere Landschaften, Kulturen und Religionen zu treffen.

Über München und Dubai betrat man in Cochin im Bundesstaat Kerala, der Heimat Pater Robins, indischen Boden. Sogleich begannen im Elternhaus des Priesters die Vorbereitungen auf die Hochzeit seiner Cousine.

Überaus herzlich empfangen und bewirtet, bekam die Reisegruppe rasch einen bleibenden Eindruck von der indischen Gastfreundschaft. Die deutschen Geschenke und Mitbringsel waren überall heiß begehrt.

„Wir wurden vor Reiseantritt zuhause vermessen, denn fleißige Näherinnen haben dann in Kothamangalam wundervolle indische Festgewänder für unsere Teilnahme an der Hochzeit maßgeschneidert“, erzählt Maria

„Unvergesslich war für uns alle Trauung und Feier“, berichtet sie weiter und stellt die Frage: „Welcher Deutsche darf schon an einer indischen Hochzeit teilnehmen?“ Und sie fügt schmunzelnd hinzu: „Während alle Gäste mit den Fingern aßen, durften wir aber zum Glück Messer und Gabel benutzen.“

Unvergessliche Eindrücke sammelte man an den darauffolgenden Tagen bei Ausflügen ins Umland. Es gab viel zu bestaunen, nicht nur den chaotischen Verkehr, so dass die langen Busfahrten trotz Hitze wie im Flug vergingen.

Ein beklemmendes, eigenartiges Gefühl und seltsame Gerüche machten sich im Sri-Meenakshi-Hindu-Tempel in Madurai breit. Da waren die Besuche eines Kräuter- und Gewürzgartens sowie einer Teeplantage ein willkommener Kontrast.

Wo der Bus nicht hinkommt, wird die Fahrt mit Tuk-Tuks fortgesetzt und so zum Abenteuer

Auf der Rundreise durch den Süden stieß die Reisegruppe aus der Oberpfalz immer wieder auf große Gegensätze zwischen Arm und Reich. Kühe und Ziegen, Fußgänger, Radfahrer und Traktoren bewegten sich sogar auf den Autobahnen. Riesige Reisfelder und auch Palmenhaine säumten die Schnellstraßen, und es wurde allerorts an neuen Straßen und Brücken gebaut.

„Bei großem Gedränge und Lärm schlenderten wir unter vielen Einheimischen über Märkte und Basare“, berichtet Thorsten. „Dass auch so manches Souvenir zum Spottpreis von ein paar Rupien erstanden wurde, gehörte auch dazu.“

Beeindruckt hat auch Velankanni, das „Lourdes des Ostens“. Drei Marienerscheinungen um das Jahr 1600 machten es berühmt und locken nun täglich mehrere tausend Pilger an. Hier feierte die deutsche Gruppe in der Basilika „Unserer lieben Frau der Gesundheit“ mit Pater Robin einen bewegenden Gottesdienst.

Der freie Tag wurde genutzt, um die Seele im Pool oder beim Strandspaziergang am Golf von Bengalen baumeln zu lassen. Doch schon bald ging es per Flugzeug weiter in den Norden des Landes, nämlich in die Hauptstadt Neu Dehli und von dort aus nach Agra zu einem der sieben Weltwunder, dem Taj Mahal.

Dieses Mausoleum ist auch eine Gebetsstätte für Muslime und das Wahrzeichen Indiens. „Das muss man unbedingt gesehen haben! Es ist einfach atemberaubend schön“, war die einhellige Meinung aller Teilnehmer, die nicht aufhören konnten, das UNESCO-Weltkulturerbe immer wieder zu fotografieren.

Zurück in Neu Dehli standen weitere Tempelbesichtigungen, eine Rikscha-Fahrt durch die Altstadt und Basarbesuche auf dem Programm. Und weil alles eine Ende hat, auch die schönste Reise, ging es nach 14 Tagen zurück in die Heimat.

Am Schluss stand für die Teilnehmer fest, dass sie alle zu einer harmonischen Reisefamilie zusammengewachsen waren. „Es war beeindruckend, ein Schwellenland gesehen zu haben, welches den Spagat von mystischer, goldener Vergangenheit hin zum High-Tech-Land wagt und vollzieht,“ so das Fazit eines Teilnehmers.

Der Dank an Pater Robin war überschwänglich, denn alle waren glücklich, dass sie ihn in sein Heimatland begleiten durften und diese Reise nie vergessen werden.

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